Warum mich der Feminismus anekelt

Ronja von Rönne  –  Auszug

„Ich bin keine Feministin, ich bin Egoistin. Ich weiß nicht, ob „man“ im Jahr 2015 in Deutschland den Feminismus braucht, ich brauche ihn nicht. Er ekelt mich eher an. Feminismus klingt für mich ähnlich antiquiert wie das Wort Bandsalat.

Ich habe einfach selbst noch nie erlebt, dass Frausein ein Nachteil ist. In einem Land, in dem der mächtigste Mensch eine Vagina hat, wird „Frauenquote“ für mich immer ein bisschen nach Vorteilsbeschaffung riechen. Das Gendern der Sprache finde ich ausgesprochen hässlich. Wenn Firmen ihre Produkte mit nackten Frauen bewerben, halte ich das für gerechtfertigt, offensichtlich gibt es ja den Markt dazu. Ich finde den Hashtag #aufschrei albern. „Ein Mann sagte mir, ich könnte gut ein Dirndl ausfüllen“ halte ich für einen etwas mageren Plot für ein ganzes Buch. Ich möchte lieber keine Feministin sein.“

Zum Artikel:

http://www.welt.de/kultur/article139269797/Warum-mich-der-Feminismus-anekelt.html

und eine Erwiderung von Herrn Andreas Kemper:

https://www.freitag.de/autoren/andreas-kemper/warum-mich-der-adel-anekelt

der natürlich ganz genau weiß, dass Gender Mainstreaming keine Geisteskrankheit ist.

Nun, das ist sie tatsächlich nicht, jedenfalls nicht im medizinischen Sinne. Aber das ist wohl ohnehin von niemandem so gemeint.

Aber was ist Gender Mainstreaming denn dann? Nun, vielleicht das hier:

http://www.dijg.de/gender-mainstreaming/begriff-definition/

Das wäre doch auch für Andreas Kemper eine empfehlenswerte Lektüre.