Medienspiegel

Was sind Gender Studies? Und wer braucht sie? Und wozu?

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Die Soziologin Paula-Irene Villa über die Entstehung, die Ziele und die Fragestellungen der Gender Studies. Teil 1

Die Gender Studies sind in Deutschland eine relativ junge Disziplin, deren Forschungsauftrag aber nicht immer unumstritten ist („Gut gemeinte Absicht, die ihre selbstkritische Kontrolle verliert“). Ein Gespräch mit der Soziologin Paula-Irene Villa.

http://www.heise.de/tp/artikel/39/39188/1.html

„Geschlecht ist nichts anderes als andauernde prozesshafte Konstruktion“

Reinhard Jellen 02.06.2013
Paula-Irene Villa über Gender Studies. Teil 2

Für die einen hinterfragen die Gender Studies den naturgegebenen Charakter scheinbar natürlich gegebener Kategorien wie Geschlecht und sind somit unabdingbarer Bestandteil wissenschaftlichen Forschens. Für die anderen sind sie eine akademische Mode und poststrukturalistisches Larifari. Telepolis hat bei der Soziologin Paula-Irene Villa nachgefragt („Wer hat die Grenzziehung zwischen Männern und Frauen wie gemacht?“). Teil 2 des Gesprächs.

http://www.heise.de/tp/artikel/39/39189/1.htmlKommentar GB:

Dieses Interview mit Paula Irene Villa kann als eine Einleitung für die folgenden Beiträge gelesen und verstanden werden:

1. Die Forschungsevaluation Gender Studies Niedersachsen der WKN
http://www.wk.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=33214&article_id=116311&_psmand=155

2 Die Kritik von (1)
http://serwiss.bib.hs-hannover.de/frontdoor/index/index/docId/405

3 Die Reaktion der Politik auf 1 und 2:
http://www.mwk.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=33676&article_id=118861&_psmand=19

Es konnte zwar kein OUTPUT (keine Leistung) nachgewiesen werden, aber der finanzielle INPUT soll weiter erhöht werden.

Der mit verbrennendem Geld angetriebene feministische Heißluftballon kann also weiter steigen.

Forderungen:

1 In allen Bundesländern sollen Forschungsevaluationen der Gender Studies durchgeführt werden.

2 Diese müssen den üblichen Standards von Forschungsevaluationen entsprechen.

3 Sie sollen von solchen Personen durchgeführt werden, die nicht selbst Beteiligte, Betroffene und Nutznießerinnen der Finanzierung der Gender Studies sind, und die im Hinblick auf die Vorgehensweise bei Forschungsevaluationen über nachgewiesene Erfahrungen verfügen.

4 Schließlich sollten die Berichte dieser Forschungsevaluationen publiziert werden. Die Kosten und der Nutzen  – die Forschungsergebnisse – der Gender Studies sollen benannt, bewertet oder eingeschätzt und gegenübergestellt werden, und zwar so, dass die Öffentlichkeit die Möglichkeit erhält, die Forschungsergebnisse ebenso zu beurteilen wie das Verhältnis von Forschungsergebnissen zu den dafür aufgewandten finanziellen Mitteln.

5. Es muß dabei um die folgende Leitfrage gehen:

Ist es sinnvoll oder nicht, Steuermittel in einer Höhe von x  für die dokumentierten Forschungsergebnisse y auszugeben?