Asterix und Doctorix

von

1430755183

„Warum leidet eine Frau, wenn ihr der akademische Grad „Doctor“ verliehen wird? Ist die weibliche Form von „Doctor“ eigentlich „Doctrix“, „Doctora“ oder „Doctox“? Und was hat das alles mit Asterix und Obelix zu tun? Fragen über Fragen, die auch die Justiz beschäftigen.

In einem vom Verwaltungsgericht Hannover (VG Hannover, Urt. v. 22.03.2000 – Az. 6 A 1529/98) entschiedenen Fall wurde einer Tiermedizinerin nach erfolgreichem Abschluss des Promotionsverfahrens der Grad eines „Doctor medicinae veterinariae“ verliehen. Glücklich war sie darüber nicht. Sie sah sich durch die „Verleihung des männlichen Titels doctor (…) dauerhaft und erheblich betroffen, weil sie mit ihm ein ganzes Leben lang existieren müsse“. Sie forderte daher von der Universität, dass ihr der „Grad einer Doctora medicinae veterinariae“ (Kurzform: Dr. a med.vet.)“ verliehen wird.

Vor Gericht biss sie mit diesem Ansinnen auf Granit. Zwar müsse die Promotionsordnung wegen der landesrechtlichen Vorgaben die „im Deutschen mögliche Bezeichnung „Doktorin“ enthalten“. Für „Doctora“ gebe es aber weder eine Rechtsgrundlage noch könne eine solche geschaffen werden. Denn im Lateinischen gibt es nur das Wort „doctor“, die Schaffung einer spezifisch weiblichen Form sei nicht möglich, weil Sprache „nicht zu beliebiger Disposition des Staates“ steht.“   –  Zum Artikel:

http://www.jurablogs.com/go/asterix-und-doctorix-ein-beitrag-von-professx-doctox-arnd-diringer?utm_source=JuraBlogs+-Die+Meldungen+des+Tages&utm_campaign=f5e55158f3-TOP_MELDUNGEN_EMAIL&utm_medium=email&utm_term=0_30891e1aeb-f5e55158f3-104349390

http://www.arbeit-und-arbeitsrecht.de/prof-dr-arnd-diringer-aus-aua-614

Kommentar GB:

Lange nicht mehr so gelacht! Was es nicht alles gibt! Rechtsprechung in der Offenen Anstalt, im Jahre 2015!

Diesmal aber: keine Justiz-Schelte. Nein! Das ist Gender – Gaga vom Feinsten. Vielen Dank!

Im übrigen weise ich auf meine These hin, dass es sich hier um ein Symptom handeln dürfte.