Attacken an Humboldt-Uni Unser Professor, der Rassist

17.05.2015, von Friederike Haupt

„Anonyme Gruppen wollen Wissenschaftler an der Humboldt-Uni in Berlin einschüchtern. Sie streuen üble Gerüchte im Netz, schon mehrere Dozenten haben ihren Zorn abbekommen. Was bedeutet das für eine Uni?“  –  Auszug:

„Berlin ist der Ort in Deutschland, an dem es zum guten Ton gehört, extrem zu sein. Viele Berliner leben natürlich auch brav vor sich hin, lassen sich tätowieren und halten das für extrem. Andere gehen 30 Stunden lang in den Club und kotzen danach in die Bahn. Wieder andere studieren, nur zum Beispiel, Gender Studies an der Humboldt-Universität und lernen bei Lann Hornscheidt. Hornscheidt lässt sich Professx nennen. Alle anderen Anreden sollen die Studenten vermeiden, etwa „Professor“ oder „Professorin“. Auf einer Internetseite, die Hornscheidt im Impressum führt, finden sich Vorschläge für „Interventionen“ gegen Sexismus und Rassismus. Eine Idee sind Treffen, um zu überlegen, wie man „kollektiv stören kann“, um „öffentliche Vorlesungen zu verhindern“. Andere Ideen sind Seiten aus Büchern herausreißen, Kaugummis auf Stühle von „sexistischen Mackertypen“ kleben und „Blogartikel veröffentlichen“.

Wer steckt hinter den Internetseiten?

Hornscheidt gibt die Internetseite in Seminaren als Literaturempfehlung an. Manche an der Universität glauben, dass Studenten der Gender Studies an den anonymen Aktionen beteiligt sind. Zum Beispiel in Brinkmanns Vorlesung. Studenten wollen einige von ihnen erkannt haben unter denen, die klatschten und schrieen, bis die Polizei kam. Manche Professoren glauben, dass es wieder Leute aus diesem Umfeld sind, die jetzt „Münklerwatch“ betreiben. Andere vermuten, dass es die Trotzkisten-Jugend ist.“  –

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/attacken-gegen-professoren-muenkler-und-baberowski-13596126.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

und

https://frankfurter-erklaerung.de/2015/05/herfried-muenkler-im-ring-mit-anonymus/

und ergänzend:

http://sciencefiles.org/2015/04/12/auf-dem-weg-zur-entfernung-des-privilegierten-lann-hornscheidt-von-der-humboldt-universitat/

sowie – als allgemeine Hintergrundinformation über Gender Studies an der HU –

https://www.gender.hu-berlin.de/zentrum

mit seinem Team:

https://www.gender.hu-berlin.de/zentrum/personen/team

sowie den Mitwirkenden:

https://www.gender.hu-berlin.de/zentrum/personen/faecher

 

Kommentar GB:

So so, die Trotzkisten-Jugend soll es gewesen sein? Nun ja, auszuschließen ist das zwar nicht. Denn: was kann man schon ausschließen? Aber „Sprachhandeln“ gehört m. W. nicht zu deren Repertoire. Was immer Trotzkisten sein mögen: der philosophischen Postmoderne sind sie jedenfalls nicht verpflichtet.

´Es ist zwar nichts daran, aber ganz egal, es wird schon irgendetwas hängenbleiben´, das ist das Leitmotiv der mutigen Anonymen.

Ich frage mich, was eigentlich in der Universitätsleitung der HU vorgeht. Denn die dürfte gut informiert sein, davon kann man getrost ausgehen. Sie sind sicherlich nicht ahnungslos. Also werden sie, abgesehen von den aktuellen internen Konflikten um Nachfolgeentscheidungen innerhalb des Präsidiums, noch einen anderen Grund haben, sich so zu verhalten wie sie es tun. Und welcher Grund das sein könnte in einem Land, in dem es vor mutigen Untertanen nur so wimmelt, das, verehrte Leser, werden Sie sich sicher selbst schnell herausfinden.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/wissenschaftssenatorin-sandra-scheeres-lieber-in-die-kita-als-ins-labor/8776446.html

Das hat einer, wohl aus feministischem Munde, etwas von „postkolonialen Studien“ gehört und kalauert nun munter drauflos:

http://www.tagesspiegel.de/wissen/wer-steckt-hinter-muenkler-watch-auf-ein-falafel-mit-herfried-muenklers-feigling/11808272.html

Nun ja, jeder blamiert sich, wie ers es eben kann.