Ausreden, um scheitern zu dürfen

von: Christian – Alles Evolution | 2. Mai 2015

„Das menschliche Gehirn ist teilweise darauf bedacht, dass man sich selbst nicht zu schlecht findet und wir Menschen neigen daher dazu, unsere Erfolge unseren Fähigkeiten und unsere Misserfolge externen Umständen oder jedenfalls Umständen außerhalb des eigenen Einflussbereichs zuzurechnen.

Mitunter scheinen mir solche Prozesse auch dazu zu führen, dass bestimmte Theorien, die so etwas einfach machen, populär werden.

Ein Beispiel wäre etwa, dass Schönheit rein sozial konstruiert ist und eigentlich alles schön sein könnte. Und das man sich wegen Poster, die sportlich-schlanke Frauen zeigen, aufregen darf, weil diese ein zu hartes Schönheitsideal kreieren, wie gerade etwas dieses Werbeposter von “Protein-World”, welches für einen Shitstorm sorgte:

Protein World - Beach Body ready

Die Frau hat ja in der Tat einen klasse Körper und viele Frauen werden auch gerne so aussehen oder viele Männer werden eine solche Frau ansehnlich finden. Hier wird, obwohl dies ja dann eigentlich “Thin-Shaming” ist, der eigentlich sportliche und attraktive und auch wesentlich gesündere Körper abgewertet und als “krankhaft dünn” heruntergeredet. Alle Körper seien schön und man müsse Diversität zulassen.“  (…)

Fazit:

„Das zeigt (…), wie aus solchen Schuldverlagerungen, die einem erlauben, keinen Erfolg zu haben, Hass entstehen kann. Das Feindbild und die Abwertung ist erforderlich, um sich selbst davon überzeugen zu können, dass der andere das Hindernis ist, nicht man selbst. Der Andere muss einem das Gewollte – sei es “schön sein”, Gleichstellung, eine Partnerschaft oder was auch immer – aus Böswilligkeit vorenthalten bzw. Regeln so gestalten, dass man es nicht erreichen kann. Dann ist die Ausredenfunktion gewährleistet und das eigene Ich entlastet.“  –

Zum Artikel:

https://allesevolution.wordpress.com/2015/05/02/ausreden-um-scheitern-zu-durfen/

https://allesevolution.wordpress.com/2011/06/12/woher-kommt-der-hass-im-feminismus-und-maskulismus/

Hieraus:

„Dass ich der Auffassung bin, dass Feminismus und Maskulismus gerade für Personen, die nicht den Geschlechterrollen entsprechen, sondern eher näher bei der Rolle des anderen Geschlechts leben wollen, habe ich bereits in den Artikeln “Feministische Gehirne und männliche Ausrichtung” und “Nochmal: Genderfeminismus und dessen Anziehung auf Menschen, die nicht den Geschlechtersterotypen entsprechen” dargelegt (noch einmal: Dies bedeutet nicht, dass dies bei allen Personen der Fall ist, die diese Auffassungen vertreten. Das einzelne Personen eine bestimmte Motivation haben, sich einer Gruppe anzuschließen, bedeutet nicht, dass alle Personen dieser Gruppe diese Motivation haben.“