Bevölkerungsprognose

„Die neue Prognose des Bundesamts für Statistik geht davon aus, dass Deutschland im Jahr 2060 um 12 Millionen Einwohner geschrumpft sein wird. So haben die Statistiker ihre Aussagen berechnet.

  • Im positivsten Szenario soll die deutsche Bevölkerung auf 78 Millionen Menschen zurückgehen, 70 Millionen sind wahrscheinlicher.
  • Der Einwanderungsstrom wird laut Prognose in den kommenden Jahren stark abflachen und somit nicht mehr die Differenz aus Todes- und Geburtenrate ausgleichen.
  • Die Statistiker treffen eine Wenn-Dann-Aussage, um ihre Zahlen zu begründen.“

http://www.focus.de/wissen/mensch/sind-die-deutschen-in-400-jahren-ausgestorben-warum-die-bevoelkerungsprognose-viele-unsicherheiten-birgt_id_4651442.html

Kommentar GB:
Prognosen sind bekanntlich nicht mehr und nicht weniger als Modellrechnungen, in die unterschiedliche Annahmen eingehen. Sichere Voraussagen sind zumeist weder möglich noch werden sie beansprucht.  Aber sie können und sollen eine gewisse Grundlage für die Diskussion der möglichen – mehr oder weniger wahrscheinlichen – zukünftigen Entwicklungen bieten, und zwar im Hinblick auf die jetzigen Entscheidungen und Verhaltensweisen, die möglicherweise einen Einfluß darauf haben können, welcher der möglichen zukünftigen Entwicklungspfade gewünscht ist und verwirklicht werden soll. Prognosen sollen also eine gewisse Informationsbasis für strategische politische Entscheidungen großer Tragweite bieten, dabei wohl wissend, dass die Zukunft ungewiß ist und bleibt. Für Hysterie im Umgang mit Prognosen besteht jedenfalls kein Anlaß, ganz im Gegenteil.
Ich habe mich gefragt, weshalb von der Annahme ausgegangen wurde, dass die Geburtenziffer von derzeit 1,4  auf allenfalls 1,6 anzuheben wäre.
Erstens: warum ist die Ziffer so niedrig? Zweitens: was spricht für die obige Annahme der Statistiker?