Bundeskongress Gender-Gesundheit vernetzt Politik und Akteure

„Am 21. und 22. Mai 2015 findet in Berlin zum dritten Mal der Bundeskongress Gender-Gesundheit statt.

Anspruch des Kongresses ist es, die unterschiedlichen Zugänge und Versorgungsnotwendigkeiten beiderlei Geschlechter in den Fokus zu nehmen, um damit eine möglichst zielgenaue Versorgungseffizienz zu erreichen. „Geschlechterspezifische Aspekte müssen auf allen Ebenen deutlich stärker ins Gesundheitssystem einbezogen werden, um zukünftig eine optimale und zielgruppengerechte Gesundheitsversorgung zu gewährleisten“, so Initiatorin und Kongresspräsidentin, Dr. Martina Kloepfer.“   –

http://www.focus.de/gesundheit/diverses/diabetes-bundeskongress-gender-gesundheit-vernetzt-politik-und-akteure_id_4665786.html

In der Medizin geht es nach meiner Kenntnis um Menschen, also um Männer, Frauen und Kinder. Ebenso wie es Frauen- und Männerärzte gibt, gibt es auch Kinder- und Altenärzte, und diese Spezialisierungen haben jeweils triftige medizinische Gründe. Allerdings hat all dies nicht das geringste mit dem „Gender“-Begriff zu tun:

„Die Differenzierung von sex und gender hat keinen Kausalzusammenhang: das gender ist unabhängig vom sex. Vielmehr resultiert es auf der Wahrnehmung von Unterschieden zwischen den Geschlechtern und ihrer Übersetzung in kulturelle Zuschreibungen. Das Gender ist damit auch vollkommen unabhängig von Biologie und Natur, und so kritisier- und veränderbar. Sex und gender sind nicht aufeinander reduzierbar, denn bestimmte Eigenschaften, wie Emotionalität stehen jedem Menschen offen. Unangetastet blieb aber die Unterscheidung von Natur und Kultur, die natürlich ebenso sozial konstruiert ist. Problematisch ist nur, dass Fragen wie Anatomie oder Zeugungs- und Gebärfähigkeit eventuell nicht mehr als Differenzierungsmöglichkeiten vorhanden sind. 12) 

Autorin: Prof. Nina Degele, Universität Freiburg  / Hervorhebung: GB  / Quelle:

http://queer-lexikon.net/gender/gender

Dieser Gender-Begriff ist ein rein soziologistischer.

In einem medizinischen Zusammenhang wie hier von Gender-Gesundheit zu sprechen ist also schlicht Unsinn, und das nun völlig unabhängig davon, wie der Gender-Begriff ansonsten beurteilt werden mag.