Definitionsmacht

Von Gunnar Kunz   –   Auszug

„Wenn man nun die enge Verquickung von feministischen Seilschaften hierzulande mit Politik und Medien bedenkt, dann weiß man, dass so etwas jederzeit auch uns blühen kann.

Vor diesem Hintergrund bekommt der Vorstoß von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD), den § 177 Strafgesetzbuch zu „reformieren“, um eine „Schutzlücke“ zu schließen, einen besonders üblen Beigeschmack. Das Vorhaben geht auf Katja Grieger zurück, Geschäftsführerin des Bundesverbands Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe, und hat unter anderem zum Ziel, Geschlechtsverkehr auch dann als Vergewaltigung anzusehen, wenn keine Gewalt angewendet, nicht gedroht oder eine schutzlose Lage ausgenutzt wird. Denn jetzt sollen auch Frauen „geschützt“ werden, die „aus Angst vor dem Täter“ einen Geschlechtsverkehr zulassen, „in Schockstarre“ oder „weil sie dachten, schutzlos zu sein“.

Mit anderen Worten: Was künftig zählt, ist einzig die subjektive Sicht der Frau. Sollte sie nach einem gemeinschaftlichen Beischlaf behaupten, sie habe „nur aus Angst vor dem Mann“ mitgemacht, auch wenn der weder gedroht noch Gewalt angewendet hat – Pech für den Betreffenden. Definitionsmacht, nennt man so was. Es gibt keine objektiven Tatbestände mehr, nach denen geurteilt wird, keine Frage nach der Absicht des „Täters“, und die Unschuldsvermutung, ohnehin in solchen Fällen schon bis zur Bedeutungslosigkeit ausgehöhlt, wird praktisch aufgegeben. Warum im Übrigen die Konstruktion einer „Schutzlücke“ Unsinn ist, erklärt Bundesrichter Thomas Fischer in der Zeit.

Wer sich ein bisschen mit Falschbeschuldigungen auskennt, weiß, was da für eine Lawine auf uns zurollt. Bezeichnenderweise hat es ja nie eine systematische Untersuchung über die Häufigkeit von Falschbeschuldigungen gegeben, weil gerade Feministinnen dies immer zu verhindern wussten. Aber es gibt genügend Anhaltspunkte, die auch dem größten Ignoranten klarmachen müssten, dass sich Falschbeschuldigungen auf jeden Fall im zweistelligen Prozentbereich der Anzeigen bewegen.“ (Hervorhebungen: GB)

http://pfuetzenfische.blogspot.de/2015/04/ich-verstehe-es-nicht.html

Gunnar Kunz: Verwundbar sind wir und ungestüm: Erzählungen aus der unsichtbaren Welt der Männer – Taschenbuch:

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