Die Widersprüche der Queer-Theorie

Sebastian Wiemann

„In diesem Artikel möchte ich kurz die wichtigsten Schwachstellen und Inkonsistenzen dessen darstellen, was gemeinhin als „Queer-Theorie“ bekannt ist. In der Gender-Bewegung wird nicht nur unsere Geschlechtlichkeit als kulturell geprägt angesehen, sondern auch unsere „sexuelle Orientierung“. Wir wählen also frei aus, ob wir das andere Geschlecht oder das eigene begehren. Ganz frei ist diese Auswahl gleichwohl nicht, denn das überwältigende Maß an „heterosexuellen“ Beziehungen wird in der Gender-Gemeinde damit erklärt, daß ein gewisser Zwang vorherrsche – die „Heteronormativität“. Ohne diese „Zwangsheterosexualität“ würden sich also deutlich mehr Menschen für einen „homosexuellen“ Lebensstil entscheiden.

Dies sind kurz gesagt die Hauptsäulen der Queer-Theorie. „Queer“ ist ein englisches Wort und steht für einen gewissen politischen Anspruch der gleichgeschlechtlichen Orientierung. Man ist also nicht nur einfach homosexuell, sondern verbindet damit auch einen alternativen, „systemkritischen“ Anspruch.“    –   Zum Artikel:

http://www.gender-ideologie.de/homosexualitaet/die-widersprueche-der-queer-theorie.html

Kommentar GB:

Der Gender – Begriff erklärt sich eben nicht durch den Verweis auf das angebliche „soziale Geschlecht“. Denn: wenn damit gemeint ist, dass männliche und weibliche Wesen in der Gesellschaft, in die sie hineingeboren werden, jeweils soziokulturelle Rollen und Praxen vorfinden, in die hinein sie sozialisiert werden, dann ist das eine Trivialität und bloßes Alltagswissen.

Diese Rollen und Praxen sind aber keine „sozialen Konstruktionen“, sondern Ergebnis spezifischer und unterschiedlicher soziokultureller Evolutionsprozesse. Evolution ist jedoch etwas anderes als Konstruktion: ihr fehlt das Moment der Bewusstheit, ohne dass es eine „Konstruktion“ begrifflich nicht geben kann. Dass jegliche Gesellschaft historisch geworden und dass sie deshalb veränderbar ist, dass sie also ein menschheitsgeschichtliches bzw. historisches Phänomen ist und nicht ein natürliches, das bedeutet keineswegs, dass sie beliebig umgestaltet werden könnte. Denn einerseits sind und bleiben Menschen immer Teil der übergreifenden Natur, und andererseits sind gesellschaftliche Veränderungen, die nicht auf dem soziohistorischen Evolutionspfad liegen, schädlich und deshalb zum Scheitern verurteilt. Das, was gesellschaftlich ist, muß in seiner Eigendynamik, also aus sich heraus, zu einer bestimmten, anstehenden oder fälligen, Veränderung drängen oder diese zumindest nahelegen. Aus dieser Perspektive kann und sollte Geschichte studiert und verstanden werden: als Anleitung zum angemessenen politischen Handeln.

Nicht trivial – dafür aber absurd – wird der Gender-Begriff allein durch seinen impliziten Bezug auf die menschliche Sexualität, die prinzipiell dieselbe ist wie bei anderen Säugetieren auch. Genau das wird von Homosexuellen jedoch – z. B. mittels der sogenannten „Queer-Theorie“ – verleugnet. Der Gender – Begriff ist ein kategoriales Mittel zur Normalisierung der Homosexualität. Ohne dieses implizite Motiv ist er schlicht überflüssig, so wie das in der deutschen Sprache ja auch der Fall ist.

http://www.utb-shop.de/autoren-1/degele-nina/gender-queer-studies-2.html

Verleugnung ist jedoch, wie aus der Psychoanalyse bekannt ist, ein psychischer Abwehrmechanismus, also eine Verzerrung und eine Störung, die ggf. therapeutisch bearbeitet werden muß. In diesem Sinne sind Gender- und Queer-Studies nicht nur keine Wissenschaft, sondern ein Symptom. Dass etwas an dieser Hypothese daran ist, erkennt man leicht daran, dass es den Homosexuellen nicht genügt, toleriert zu werden, worauf sie tatsächlich Anspruch haben, nein, sie wollen, weit darüber hinaus, auch akzeptiert werden, und das heißt, sie wollen gerade mit ihrer Homosexualität positiv bewertet und wertgeschätzt werden. Das mag nun zwar wünschenswert sein, es kann aber nicht beansprucht oder eingefordert werden. Und nun zum Dessert:

http://sichtplatz.de/?p=3061