Jahrestagung der LAGEN 2015

Dr. Tanja Schwan und Daniela Hrzán, Bericht vom 19. März 2015

„Unter dem Motto „Theorien – Methodologien – Methoden: Einblicke in das Selbstverständnis und in Forschungsprojekte der Geschlechterstudien / Gender Studies in Niedersachsen“ fand am 4. März 2015 an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) die Jahrestagung der LAGEN statt.  (…)

In ihrem sich anschließenden Grußwort blickte Staatssekretärin Andrea Hoops (MWK Niedersachsen) auf nicht weniger als ein Vierteljahrhundert „Erfolgsgeschichte der Geschlechterforschung in Niedersachsen“ zurück. Dabei rief sie Meilensteine in Erinnerung wie die im Rahmen der Expo 2000 u.a. in Hannover veranstaltete Internationale Frauenuniversität (ifu) „Technik und Kultur“ oder den ersten Durchgang des Maria-Goeppert-Mayer-Programms, mit dem das MWK in den Jahren 2001-2010 insgesamt 115 Gastprofessor_innen aus dem In- und Ausland ein- bis zweisemestrige Lehr- und Forschungsaufenthalte an niedersächsischen Hochschulen ermöglicht hat. Viele der über das Programm geförderten Personen haben inzwischen Rufe auf reguläre Professuren erhalten, so dass es sich als wirksames Instrument zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses bewährt hat. Im Zuge einer Neuausrichtung dieser Förderlinie ab 2011 werden derzeit niedersachsenweit sieben in verschiedenen Fachbereichen ansässige MGM-Schwerpunktprofessuren für Gender Studies mit einer Laufzeit von vier bis fünf Jahren aus MWK-Mitteln anschubfinanziert, wobei im Anschluss eine Entfristung durch die jeweilige Hochschule vorgesehen ist.

Die Staatssekretärin bezog sich in ihren Ausführungen auch auf die Evaluationsergebnisse der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen (WKN) – ein unabhängiges Gremium, dessen Bericht und Empfehlungen zur Geschlechterforschung (2013) eine Legitimationsgrundlage für politisches Handeln auf dem Gebiet der Forschungsförderung darstellen. Darin bescheinigt die WKN der Geschlechterforschung im Land eine – so Hoops – „positive Entwicklung“ und eine im bundesweiten Vergleich „führende Position“ neben Berlin und Nordrhein-Westfalen. Die LAGEN wird als Dachverband der seit 2001 gegründeten Genderzentren an niedersächsischen Hochschulen identifiziert und findet als Akteurin der Frauen- und Geschlechterforschung lobende Erwähnung. Kürzlich hat das Ministerium auf Basis der WKN-Empfehlungen bis zu zwei Millionen Euro für Forschungsverbünde zum Thema „Geschlecht – Macht – Wissen. Genderforschung in Niedersachsen“ ausgeschrieben. Von zwanzig eingegangenen Anträgen konnten vier bewilligt werden. Aufgrund der guten Resonanz und hohen Qualität der Projekte wird es, wie Andrea Hoops ankündigte, sowohl im Herbst 2015 als auch im Herbst 2017 erneut Ausschreibungen geben. Als Desiderate der als „innovativ“ eingestuften Geschlechterforschung in und aus Niedersachsen benannte die Staatssekretärin eine bessere institutionelle Verankerung an den Fachhochschulen des Landes sowie verstärkte Initiativen seitens niedersächsischer Akteur_innen zur Sichtbarmachung ihrer Forschungsaktivitäten im Kontext des neuen EU-Rahmenprogramms Horizon 2020.“   (…)  (Hervorhebung: GB)

http://www.nds-lagen.de/publikationen/berichte/schwan-hrzan-190315/

Kommentar GB:

Hier lesen Sie eine Kritik an den Gender Studies im allgemeinen und in Niedersachsen im besonderen, und zwar anhand der oben erwähnten sogenannten Forschungsevaluation Gender Studies, die im Auftrag der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen (WKN) erstellt worden ist, und meiner ausführlichen Kritik derselben.

http://cuncti.net/wissenschaft/510-braucht-unsere-gesellschaft-gender-studies

http://serwiss.bib.hs-hannover.de/frontdoor/index/index/docId/405

Fazit:

1. Wenn sie ein schlagendes Beispiel für eine Farce suchen: hier ist es. Ein Kabarettist braucht nichts zu erfinden, gar nichts. Es genügt völlig, einfach die vorliegenden Texte auszugsweise vorzulesen. Gender Studies sind ein – teurer – Wissenschafts-Bluff. Es geht um noch mehr Subventionen:

http://le-bohemien.net/2014/10/18/frauenquote-das-subventionierte-geschlecht/

2. Der genderistische Heißluftballon wird weiterhin mit verbranntem Steuergeld betrieben. Man kann nur hoffen, dass sich der Landesrechnungshof und vergleichbare Akteure endlich des Themas annehmen.