Wenn nur sexuelle Lust übrig bleibt

 (Die Presse)  – Auszüge:

„Sexualkundeunterricht an den Schulen muss vor allem den allgemeinen pädagogischen Grundsätzen genügen.“

„Wir brauchen eine unverkrampfte, Fakten und ethische Einstellungen offen diskutierende Sexualpädagogik, die im Dienste der Jugend steht. Für den zur Debatte stehenden neuen Grundsatzerlass müssen dabei allerdings allgemeine pädagogische Grundsätze berücksichtigt werden.

Sexualpädagogik muss zwischen Elternhaus, schulischer und außerschulischer Sexualkunde unterscheiden. Der schulische Sexualkundeunterricht sollte vor allem informativ sein, darf nie die Schamgrenze überschreiten und sexuelle Selbsterfahrung zum Thema machen. Diese Unterscheidung wird derzeit auch unter Sexualpädagogen diskutiert.“ (…)

„Schulunterricht unterliegt generell dem Indoktrinations- und Manipulationsverbot. Daher können die „WHO-Standards zur Sexualaufklärung“

http://www.oif.ac.at/fileadmin/OEIF/andere_Publikationen/WHO-Standards_DE_Endfassung_11_10_2011pdf.pdf

nicht wie vorgesehen Grundlage für den Sexualkundeunterricht sein. Sie vertreten nämlich eine reine Verhandlungsmoral in Sachen Sex, ohne übergeordnete sittliche Normen. Und sie haben die umstrittene Gendertheorie zur Grundlage.“  

Hervorhebung und Einfügung: GB

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/4736740/Wenn-nur-sexuelle-Lust-ubrig-bleibt

Dr. med. Mag. phil. Christian Spaemann ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin in Schalchen bei Mattighofen.

E-Mails an: debatte@diepresse.com

Kommentar GB:

Zu klären wäre, wie die „WHO-Standards zur Sexualaufklärung“ eigentlich zustande gekommen sind, wer das zu verantworten hat usw.

[Hierzu sagt die obige Quelle nur folgendes aus:

„Diese Initiative wurde im Jahr 2008 vom WHO-Regionalbüro für Europa gestartet und von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), einem WHO-Kollaborationszentrum für sexuelle und reproduktive Gesundheit, in enger Zusammenarbeit mit einer Expertengruppe weiterentwickelt. Zu dieser Gruppe zählten 19 Expertinnen und Experten aus neun westeuropäischen Ländern mit unterschiedlichem fachlichen Hintergrund wie z.B. Medizin, Psychologie und Sozialwissenschaften. Sie alle verfügen über umfangreiche theoretische oder praktische Erfahrungen im Bereich der Sexualaufklärung. Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, internationale Organisationen sowie Universitäten waren an diesem Prozess beteiligt, der sich über eineinhalb Jahre erstreckte und in dessen Verlauf die Gruppe viermal im Rahmen von Workshops zusammenkam.Die Beteiligten einigten sich auf die vorliegenden Standards zur Sexualaufklärung, die den Ländern als Richtlinie für die Einführung einer ganzheitlichen Sexualaufklärung dienen sollen.“ (Vorwort, S. 7)
Das sehr betrachtenswerte Foto auf S. 6  zeigt, wenn ich nicht irre, 20 Personen, davon, soweit ich das einschätzen kann, zwei Männer. Es könnten aber auch drei oder vier sein, und so bleibt diese Zahl unklar. Namen und Qualifikationen werden nicht genannt. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Herausgeber gute Gründe dafür sahen, in diesem Punkt Anonymität herzustellen. Es kann also sich somit auch um das Foto des Kantinenpersonals handeln.]

Im übrigen gibt es keine Gender – Theorie. Denn: nicht jedes Konglomerat von Behauptungen stellt bereits eine Theorie dar!

Und die von Genderisten vertretenen Behauptungen haben nicht nur die gesicherten Erkenntnisse der Evolutionsbiologie, sondern auch alle empirische Evidenz gegen sich. Es handelt sich m. E. um eine in der Verleugnung der Fortpflanzung wurzelnde gestörte Realitätswahrnehmung von Homosexuellen, die zur Ideologie erweitert worden ist, und die trotz ihrer offensichtlichen Absurdität krampfhaft verteidigt wird.

http://nicht-feminist.de/2014/06/muenchen-es-gibt-nur-noch-homofamilien/

Insofern liegt es nahe, hierin eine Parallele zum religiös inspirierten US-amerikanischen Kreationismus zu sehen.