Wie heißt die Frage, auf die Frauen die Antwort sind?

von Reinhard Sprenger Quelle: Handelsblatt Online

„Reinhard Sprenger berät Firmen und sagt ihnen, was schief läuft. Die Debatte um die Quote hält er für einen Luxusdiskurs. Wie es aussieht beim Thema Frauenförderung in den Topetagen der Konzerne – ein Gastbeitrag.“ –

Zum Artikel:

http://www.wiwo.de/erfolg/beruf/fuehrungsexperte-wie-heisst-die-frage-auf-die-frauen-die-antwort-sind/11751114.html

Kommentar GB:

Es ist der Propaganda der Frauenquotenkampagne jahrelang gelungen zu suggerieren, es gäbe belastbare Argumente für eine solche Politik. Diese Suggestionen wurden durch Wiederholung zwar mächtig verstärkt, aber schwach begründet und belegt. Und daher konnten die Widerlegungen nicht ausbleiben. Sie wurden jedoch ignoriert, weil sich der institutionelle Feminismus es sich leisten konnte, der Politik ein unlegitimierbares Gesetz abzuverlangen – und zu erhalten. Das Ziel der Selbstprivilegierung ist damit erreicht. Und es geht dabei eben nicht „nur“ um Aufsichtsräte in Aktiengesellschaften, sondern um den gesamten Öffentlichen Dienst und die Karriereperspektiven der dort Beschäftigten. Für Männer dürfte der Öffentliche Dienst durch das neue Gesetz ziemlich unattraktiv werden, denn sie werden als Männer diskriminiert und abgeschreckt. Im Falle einer noch weitergehenden Feminisierung des Öffentlichen Dienstes allerdings wird sich die  Konkurrenz wiederherstellen, nämlich zwischen den ambitionierten Frauen. Das dürfte noch interessant werden.

Der Kern der Frauenquotenpolitik ist schlicht der, das es sich mittels eines Gesetzes um eine unbegründete und unbegründbare Verteilungspolitik  zu Lasten der konkurrierenden Männer handelt.

Das ist mit dem Grundgesetz m. E. unvereinbar.

Wenn das verstanden worden ist, kann der Rest der Debatte – siehe den obigen Artikel – im Grunde entfallen.