Christopher Street Day in Berlin

Von , , Raja Kraus

„Berlin: Die Parade zum Christopher Street Day (CSD) zog als Demonstration für die Rechte Homosexueller und Transgender vom Ku’damm zum Brandenburger Tor.“

“  „Das Land Berlin steht hinter Euch!“ rief Senatorin Dilek Kolat“

„Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und sein Vorgänger Klaus Wowereit (beide SPD) feierten mit; ebenso der Botschafter der USA in Deutschland, John B. Emerson. Müller erhoffte sich von diesem CSD Rückenwind: „Ein bisschen Gleichstellung geht nicht“, sagte er bei der Auftaktkundgebung am Ku’damm Ecke Joachimsthaler Straße. Beim späteren CSD-Fest am Brandenburger Tor wurde Berlins Ex-Regierender Klaus Wowereit für sein einstiges Outing „Ich bin schwul und das ist auch gut so“ mit dem „Soul of Stonewall Award“ geehrt. Seit diesem Bekenntnis sei Homosexualität in der Spitzenpolitik kein Thema mehr, hieß es in der Laudatio. Wowereit appellierte an Kanzlerin Merkel, es sei höchste Zeit, dass sie ihren Widerstand gegen die Ehe für alle aufgebe. Auch Berlins Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) forderte in ihrer Ansprache die Ehe für alle. Diese sei alternativlos und werde kommen. „Das Land Berlin steht hinter Euch!“ rief sie den Zugteilnehmern von der Bühne aus zu. Berlin sei traditionell eine „Regenbogen-Stadt“. Zugleich lobte Kolat die protestantische Kirche, weil deren Pastoren bereits gleichgeschlechtliche Ehen absegnen. Abschließend forderte die Senatorin zum gemeinsamen Gedenken an die weltweit Verfolgten auf. In 77 Ländern sei dies noch der Fall. „Sie werden verfolgt, weil sie lieben, wen sie lieben.“

Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare stand diesmal überall im Zentrum. Das wegweisende Urteil des US-Supreme Court für die Gleichberechtigung homosexueller Ehen hatte den den Takt bereits am Freitag vorgegeben. Seit Wochen wird die Debatte um die so genannte „Ehe für alle“ auch hier geführt.

Zum Artikel:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/christopher-street-day-in-berlin-500-000-feiern-ehe-fuer-alle-und-queere-fluechtlinge/11975978.htmlhttp://www.sueddeutsche.de/politik/homo-ehe-in-den-usa-freiheit-gleichheit-liebe-1.2540670

und das Regenbogen – Haus in Washington:

Kommentar GB:
Statt „die Rechte Homosexueller“ müßte es richtig heißen: „die politschen Forderungen Homosexueller“.