Der Koran ist nur schön

Es müssen zwei Versionen des Koran im Umlauf sein. Anders ist nicht zu erklären, warum westliche Intellektuelle nirgends Aufrufe zu Gewalt und Unterdrückung darin finden können, während sich Islamisten weltweit auf den Koran berufen. Das „Philosophie-Magazin“ widmet einer der beiden Koran-Versionen ein Sonderheft. Eine Rezension von Jörn Schumacher   – 

Auszug:

„Kein einziger Islamkritiker im Heft

Das Sonderheft „Der Koran“ schafft es, das Thema zwar mit 38 Stimmen von Experten und Gelehrten zu behandeln, ohne darunter auch nur einen einzigen namhaften Islamkritiker zu Wort kommen zu lassen, von denen es bekanntermaßen viele gibt. Wahrscheinlich sind all diese Kritiker im Besitz der falschen Koran-Version und daher nicht qualifiziert, das Thema in irgendeiner Weise für den Leser erhellend zu beleuchten. Dabei hätten bekannte Zeitgenossen wie Neçla Kelek, Hamed Abdel-Samad oder Ayaan Hirsi Ali vielleicht ebenfalls Interessantes zum Koran sagen können. Schiedsgerichte, Scharia, Ehrenmorde, Salafisten, die Unterdrückung von Frauen, Hetze gegen Juden, all dies findet offenbar nicht oder aber in einem luftleeren Raum statt und hat mit dem Koran so viel zu tun wie die Aufklärung mit einer Diktatur. Auffällig ist zudem, dass der Koran selbst, um den es im Heft ja geht, praktisch überhaupt nicht zitiert wird. Vielleicht aus Sorge, der Leser könne ihn falsch interpretieren? Immerhin hat nicht jeder ausreichend lange Islamwissenschaft studiert.“

Zum Artikel:

http://www.pro-medienmagazin.de/journalismus/detailansicht/aktuell/der-koran-ist-nur-schoen-92446/

und hier die Quelle, um die es hier geht, um den Koran:

http://gutenberg.spiegel.de/buch/der-koran-5228/1

Eine von mir ausgewählte Passage lautet:

„57. (55.) Siehe, schlimmer als das Vieh sind bei Allah die Ungläubigen, die nicht glauben: 58. (56.) Die, so du einen Bund mit ihnen machst, jedesmal den Bund brechen und nicht gottesfürchtig sind. 59. (57.) Und so du sie im Krieg gefangennimmst, verscheuche mit ihnen ihr Gefolge; vielleicht lassen sie sich mahnen. 60. (58.) Und so du Verräterei von deinem Volke befürchtest, erweise ihm das gleiche. Siehe, Allah liebt nicht die Verräter. 61. (59.) Und denke nicht, daß die Ungläubigen gewinnen; sie vermögen (Allah) nicht zu schwächen. 62. (60.) So rüstet wider sie, was ihr vermögt an Kräften und Rossehaufen, damit in Schrecken zu setzen Allahs Feind und euern Feind und andre außer ihnen, die ihr nicht kennt, Allah aber kennt. Und was ihr auch spendet in Allahs Weg, er wird es euch wiedergeben, und es soll euch kein Unrecht geschehen. 63. (61.) Sind sie aber zum Frieden geneigt, so sei auch du ihm geneigt und vertrau auf Allah; siehe, er ist der Hörende, der Wissende. 64. (62.) Und so sie dich betrügen wollen, so ist Allah dein Genüge. Er ist’s, der dich mit seiner Hilfe stärkt und mit den Gläubigen, (63.) und der ihre Herzen verbunden hat. Hättest du auch alles auf Erden dahingegeben, du hättest ihre Herzen nicht verbunden; aber Allah verband sie; siehe, er ist mächtig und weise.“

http://gutenberg.spiegel.de/buch/der-koran-5228/8

Na, da weiß ich ja jetzt endlich Bescheid.

Anhang:

Weitere Texte mit Literaturangaben  – von Gudrun Eussner – zum Themenfeld:

Hartmut Krauss: Islam, Islamismus, muslimische Gegengesellschaft

http://www.eussner.net/artikel_2008-07-21_01-32-40.html

Hans-Peter Raddatz: Allah im Wunderland – Die Rache des Orientalisten

http://www.eussner.net/artikel_2009-02-02_16-08-37.html

Konvertieren – sich profilieren – herrschen

http://www.eussner.net/artikel_2007-09-08_19-55-02.html