Die Zukunft nach der Homoehe

von pelz, Freitag, 05.06.2015

„Es geht doch (fast) niemanden darum, Homosexuellen irgendetwas zu wollen. Es geht doch gar nicht darum, Homosexuellen etwas vorzuenthalten. Sie können sich doch schon “verpartnern”. Einige Gesetze sollte man anpassen, okay. Menschenrechte gelten natürlich auch für homosexuelle Paare. Dies ist der selbstverständliche Gedanke, der sich immer wieder dazwischen mogelt, weil es überall die unerträglichen Beschimpfungen wegen einer angeblichen Homophobie hagelt. Bernhard Lassahn hat einen hervorragenden Artikel geschrieben, warum diese Vorwürfe eine Frechheit, ein Übergriff, eine Boshaftigkeit sind.

Kommen wir nun zu den Gedanken, die durch mein Hirn jagen und immer wieder hin- und her katapultiert werden.

Es scheint Homosexuellen und Feministen nicht darum zu gehen, eine Diskussion zu führen, in der es um das Überzeugen durch Argumente geht. Nein, die Regenbogenfraktion versucht ihre Forderungen durch Lautstärke und Beleidigungen, die den Diskussionsgegner schnell verstummen lassen sollen, durchzusetzen. Es geht ihnen nicht um Vernunft. Es geht um Macht. Es geht darum, über die in jahrezehntelanger Arbeit erworbene Macht durch den Feminismus mit Gewalt durchzusetzen.

Welche Argumente gibt es denn für die Ehe für Homosexuelle? Jetzt mal im Ernst. Verpartnerungen gibt es bereits.  Warum müssen sie sich Begriffe aneignen, die grundsätzlich Hetereosexuellen vorbehalten sind? Eine Ehe ist – ganz alt- und hoffentlich auch neumodisch – Mann und Frau vorgesehen. Ein Paar, das sich gefunden hat, soll in der Ehe Kinder ehelich zeugen und auf die Welt und durch das Leben bringen. Ich sehe hierin die grundsätzliche Aufgabe der Ehe. Warum aber wollen Homosexuelle sich nun den Begriff der Ehe untertan machen? Das Thema Macht habe ich bereits angesprochen. Es geht um mehr.“   –

Zum Artikel:

http://www.pelzblog.de/2015/06/die-zukunft-nach-der-homoehe/

http://www.frau-ohne-welt.de/category/buecher/homophobie-wie-krank-ist-das-denn/

Kommentar GB:

Es handelt sich m. E. um eine homophil-heterophobe Kampagne.

Das aktuelle Beispiel bietet Frau Kramp-Karrenbauer, die nichts dafür kann, von anderen böswillig mißdeutet zu werden:

https://frankfurter-erklaerung.de/2015/06/streit-um-homo-ehe/

http://www.freiewelt.net/nachricht/kritik-an-kramp-karrenbauer-verfehlt-den-kern-10060994/#comment-458800

Und die ach so kluge EKD macht eifrig mit, aber warum? Wegen etlicher lesbischer Pfarrerinnen womöglich? Oder warum sonst?

Und den Konflikt austragen, also wirklich offen diskutieren, das bringen sie auch nicht fertig.

https://frankfurter-erklaerung.de/2015/06/familien-und-beziehungsmodelle-auf-dem-kirchentag/

http://www.welt.de/politik/deutschland/article142042252/Kirchentag-spart-das-Reizthema-Homo-Ehe-aus.html

und meine Kommentierung zur WHO-Sexualpädagogik:

„Es geht bei dieser Schulpolitik, nicht nur in Baden-Württemberg, sondern jetzt auch in Niedersachsen, n i c h t nur um Toleranz gegenüber Homosexualität, für die “Vielfalt” als bagatellisierender Tarnbegriff dient. Und es geht auch nicht nur um A k z e p t a n z, also um eine positiv-unterstützende Wertschätzung  von Homosexualität, die gewährt aber nicht eingefordert werden kann. Ja, es geht nicht einmal nur um die “Normalisierung der Homosexualität”, durch die diese quasi unterschiedslos und ´gleich´ neben der Heterosexualität stünde.

Sondern es geht, jedenfalls so wie ich die Literatur hierzu verstanden habe, darüber noch hinaus um die Durchsetzung der Homosexualität als Neue Normalsexualität, die die  “Zwangsheterosexualität” ersetzen soll. Denn: wäre diese meine Sicht falsch, dann hätte der Begriff der “Zwangsheterosexualität”, der m. W. besonders oder ausschließlich von Lesben gebraucht wird, gar keinen Sinn. Begrifflich enthält “Zwangsheterosexualität” nämlich bereits die moralische Aufforderung, den angeblichen “Zwang” zur Heterosexualität aufzuheben, was dann aus lesbischer Perspektive als “Emanzipation” erscheinen muss, so dass auch dieser Begriff eine ganz neue Bedeutung erlangt.

´Toleranz´ und ´Akzeptanz´ und ´Vielfalt´ sind bloße Tarnbegriffe für das Ziel der Neuen Normalsexualität. Und die umstrittenen sexualpädagogischen  Curricula, die jetzt der Absicht nach von den Grünen und der SPD eingeführt werden, sind, was selbstverständlich nicht offen zugegeben wird, als entscheidende Weichenstellung hin zur Neuen Normalsexualität gedacht und gemeint. Denn: wäre es nicht so, dann brauchte man lediglich im Rahmen der bisher  üblichen Sexualaufklärung das Thema Homosexualität in angemessenem Umfang mit abzuhandeln, und zwar mit dem unstrittigen Ziel der wechselseitigen Toleranz. Das wäre berechtigt, und es würde völlig genügen.

Alles was darüber hinaus beabsichtigt ist und geplant wird, dient dem Ziel der Neuen Normalsexualität.

Wenn aber Heterosexualität ein Ergebnis evolutionsbiologischer Prozesse und für die Fortpflanzung notwendig ist,

was eben tatsächlich genau so ist,

dann ist eine solche Sichtweise schlicht falsch, also null und nichtig.“  –  Quelle:

https://frankfurter-erklaerung.de/2014/11/pornografisierung-der-schule/