„Ehe für alle“ ist ein Etikettenschwindel

„Da reibt man sich erstaunt die Augen: Das rot-grün-linke Spektrum kämpft für die gute alte bürgerliche Ehe. Plötzlich wird diese einst als spießig verhöhnte und als repressiv gegenüber Frauen gebrandmarkte Verbindung von zwei Menschen zum Ideal.

Aber Halt! Im nunmehr politisch korrekten Loblied auf die Ehe schwingt stets die Forderung mit, Ehe könne alles bedeuten: Mann-Frau, Frau-Frau, Mann-Mann.

Da wird natürlich mit Worten Politik gemacht. Diejenigen, die für die „Homo-Ehe“ eintreten, marschieren unter dem Banner der „Ehe für alle“! Weil es umfassender, offener, demokratischer klingt. Obwohl es sich nur um eine Gruppe handelt, die – hervorragend organisiert und medial bestens vernetzt – viel größer erscheint, als sie tatsächlich ist.

Homo-Ehe im Grundgesetz nicht vorgesehen

Die Befürworter der „Homo-Ehe“ verweisen auf Artikel 6 des Grundgesetzes: „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung“. Ihr Argument: Hier werde nicht zwischen heterosexuellen und homosexuellen Paaren unterschieden. Was formal richtig ist, aber nur formal.

Denn als das Grundgesetz 1949 beschlossen wurde, waren sexuelle Beziehungen zwischen erwachsenen Männern eine Straftat; der entsprechende Paragraf 175 wurde erst 1973 von der Regierung Brandt entschärft und 1994 unter der Regierung Kohl ganz gestrichen.

Wer sich also bei dem Ruf nach der „Ehe für alle“ auf den Wortlaut des Artikel 6 beruft, unterstellt den Mitgliedern des Parlamentarischen Rats, sie hätten damals strafbewehrte Schwulen-Beziehungen unter den Schutz des Staates gestellt. Was für eine absurde Grundgesetz-Interpretation.“

http://www.huffingtonpost.de/hugo-muellervogg/ehe-fur-alle-ist-ein-etikettenschwindel-und-zementiert-bestehende-ungerechtigkeiten_b_7532724.html

Kommentar GB:

Der Autor übersieht, dass die eheliche Verbindung von Mann und Frau wesentlich deshalb existiert, weil sie für die Fortpflanzung unverzichtbar ist, weil sie also für biologische gesellschaftliche Reproduktion und die Entwicklung der nächsten Generation notwendig ist. Dies zu verkennen, ist – unbemerkt – selbst schon Ausdruck eines dekadenten Zeitgeistes, der elemantarste Sachverhalte verleugnet.

Alle biologisch sterilen Paarbeziehungen sind mit Blick auf  die biologische gesellschaftliche Reproduktion irrelevant.

Worum es eigentlich geht, das sind die Kinder, die in dem vom Autor ironisch skizzierten Milieu kaum noch geboren werden.

Die Geburtenziffer pro Frau liegt bei unter 1,4; für eine Bevölkerungskonstanz wäre eine Größe von (ca.) 2,1 nötig.

Man muß also von [ Ehe & Familie ] als Einheit sprechen, wenn man treffen will, worum es geht.

Diese Einheit nämlich ist es, die im Art. 6 GG gemeint ist.