Gleichstellungspolitik gegen Jungen

Von Michael Klein und Dr. habil Heike Diefenbach

„Das Statistische Bundesamt hat heute die Zahlen der Schulabsolventen für das Jahr 2013 veröffentlicht. Die Statistik hinkt in Deutschland immer etwas hinterher. Beim Statistischen Bundesamt sind die neuen Zahlen Anlass für eine Jubelmeldung unter der Überschrift: “Mehr als jeder dritte Schüler beendete 2013 die Schule mit dem Abitur“.

Darüber freuen wir uns in einem nachfolgenden Post nicht.

Zunächst haben wir uns die Zahlen der Bildungsabschlüsse nach Geschlecht vorgenommen. Wie Leser dieses Blogs wissen und seit wir 2002 unseren Beitrag “Bringing Boys Back In” veröffentlicht haben, auch der Mehrzahl der deutschen Bevölkerung bekannt ist: Jungen bleiben bei der allgemeinen Schulbildung deutlich hinter Mädchen zurück. Sie erreichen seltener ein Abitur und beenden ihre Schulausbildung häufiger ohne Schulabschluss als Mädchen.

Dass diese Nachteile von Jungen seit 2002 bekannt sind, hat den nachfolgenden Generationen von Jungen, die seitdem das deutsche Bildungssystem durchlaufen haben, wenig geholfen: Deutschen Bildungspolitikern sind die Nachteile von Jungen, das kann man nach nunmehr 13 Jahren gleichlautender Meldungen und weitgehend unveränderter Daten feststellen, schlicht und ergreifend egal. Wir leben im Zeitalter des gehässigen Feminismus, in dem alles getan wird, um Mädchen zu fördern und nichts, um daraus entstehende Nachteile von Jungen zu vermindern.“ –

Zum Artikel:

http://sciencefiles.org/2015/06/17/je-linker-die-landesregierung-desto-schlechter-schneiden-jungen-im-bildungssystem-ab/