Homosexuelle hoffen auf US-weites Eherecht

Von , Washington

„Hochspannung im Gay-Pride-Monat: Noch im Juni könnte der oberste US-Gerichtshof die gleichgeschlechtliche Ehe legalisieren. Es wäre ein historischer Sieg für die Schwulenbewegung – der weltweit Wirkung entfalten könnte.“ (…)

„Grundsatzurteil im Fall „Obergefell v. Hodges“   (…)“

„Es ist eine der folgenschwersten Entscheidungen in der 225-jährigen Geschichte des Gerichts, vergleichbar mit der nicht minder strittigen Legalisierung der Abtreibung 1973. Zugleich wäre dieses vorerst letzte Wort im jüngsten US-Kulturkampf ein historischer Sieg für Amerikas Schwulen- und Lesbenbewegung – mit Vorbildfunktion weltweit.

Jeden Fortschritt mussten sie sich bitter erkämpfen. Da waren die ersten Demos 1965, da waren die „Stonewall“-Unruhen 1969 in der New Yorker Christopher Street, welche die Bewegung manifestierten. Es folgten die frühen Aids-Jahre, in denen sich die Sterbenden verstoßen sahen – und ihre Partner ebenso, aus Krankenzimmern ausgesperrt, von Beerdigungen vertrieben, in Nachrufen ausradiert.

Die Zeiten haben sich geändert. Als Massachusetts 2003 als erster US-Staat die Ehe für alle legalisierte, war die Mehrheit der Amerikaner noch dagegen. Inzwischen sind rund 60 Prozent dafür. 37 Staaten und Washington haben die gleichgeschlechtliche Ehe schon gesetzlich verankert – ein gesellschaftlicher Druck, dem sich, so hoffen viele, auch der Supreme Court nicht länger entziehen kann.“

Zum Artikel:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/usa-grundsatzurteil-zur-gleichgeschlechtlichen-ehe-erwartet-a-1040015.html

https://frankfurter-erklaerung.de/2015/06/pitcairn-homo-ehe-vorhanden-nur-heiratswillige-fehlen/