Kirche und Familie: Reizwort „Gender“

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Auf dem Evangelischen Kirchentag in Stuttgart könnte es bei den Themen Sexualität und Homo-Ehe zum Streit kommen.

Auszug:

„Aus Stuttgart 21 klug werden – Können Großprojekte Demokratie?“, fragt ein Kirchentags-Podium. Doch die Kämpfe um den Bahnhof sind weitgehend ausgekämpft. Zu harten Konfrontationen könnte es an anderer Stelle kommen: bei den zahlreichen Veranstaltungen, die sich um alte und neue Familienbilder drehen, um Sexualität und Homo-Ehe. Es gibt kein Familienzentrum, dafür aber erstmals auf einem Kirchentag ein Zentrum „Gender“ und ein Zentrum „Regenbogen“, in dem „mit der Bibel gegen Homophobie“ gekämpft, die „Angst vor der Vielfalt von Beziehungsformen“ genommen und „Familie neu buchstabiert“ werden soll.

Auch Frieden und Flüchtlinge spielen eine große Rolle

Jeden Nachmittag tragen außerdem Theologen, Politiker und Soziologen in einer Podienreihe den „Streit um die Familie“ aus. Für etliche pietistisch geprägte Protestanten dürfte das ein bisschen zu viel Öffnung und Vielfalt sein. Und die frommen Pietisten sind in der württembergischen Landeskirche mit ihren 2,1 Millionen Mitgliedern immer noch in der Mehrheit.“

http://www.tagesspiegel.de/politik/kirche-und-familie-reizwort-gender/11861504.html

Kommentar GB:

Die oben hervorgehobenen Passage ist m. E. ein klares Indiz für DEKADENZ, bis hinein in die Führungskreise der EKD.

Wäre die EKD reflektiert, dann verhielte sie sich skeptischer, kritischer und zurückhaltender. Denn: Es gibt gute sachliche Gründe für eine solche Haltung. Und es gibt historische Erfahrungen aus der Zeit von 1933 – 45, dass die EKD dem Zeitgeist besser nicht opportunistisch nachlaufen sollte. Aber die EKD scheint aus der Geschichte wenig gelernt zu haben. Das wird sich noch als schwerer Fehler erweisen. Denn der Zeitgeist ist ein sehr windiger Geselle: ein Furz der Geschichte.