Wiedervorlage: Deine Mutter!

Von Michael Klonovsky

Eine Würdigung verkannter Leistungsträgerinnen (anlässlich des sogenannten „Tarabella“-Berichts, in dem das Europäische Parlament fest- und klarstellt, „dass durch die traditionellen Geschlechterrollen die Entfaltung der Frau eingeschränkt wird und sie deshalb ihr Potential als Mensch – sic! – nicht ausschöpfen  kann.“ )

„Es ist heutzutage viel von der „Doppelbelastung der Frau“ die Rede. Bekanntlich umschließt dieser modische Begriff die parallelen Anforderungen von Beruftstätigkeit und Familie, das heißt, beide werden als „Belastungen“ auf eine Ebene gestellt. So verwandeln sich Kinder in Belastungen, vergleichbar ungefähr dem Terminstress bei einer Projektabgabe oder einem nervenden Chef. Zweifellos können Kinder zuweilen sogar noch belastender sein als der schlimmste Chef, aber der Formulierung von der Doppelbelastung sollte man keineswegs trauen. Besser wäre vielleicht: Doppelleistung, je nach Naturell sogar: Doppelglück. Schließlich kann ein Tag intensiver Kinderbetreuung so anstrengend (und erfüllend) sein wie das tägliche Arbeitspensum eines Physik-Nobelpreisträgers oder einer Konzertpianistin, wie eine Schicht im Bergwerk oder eine Bergetappe bei der Tour de France.

Aber passen Berufstätigkeit und Familie zusammen? Wie jede Frau, die sich zur Fortpflanzung entschließt, irgendwann erfährt, eher nicht. Unter den Bedingungen des sogenannten modernen Lebens bedarf es einer Parforceleistung, erfolgreich Kinder großzuziehen und gleichzeitig einem Beruf nachzugehen. Die sogenannte Doppelbelastung wird deshalb häufig delegiert. Frau kann heutzutage Kinder haben und gar nicht erstlinig Mutter sein; dafür gibt es Einrichtungen oder Au pairs, oder die Väter übernehmen Betreuungsaufgaben. Wobei ich nicht glaube, dass sie dasselbe leisten können wie Mütter.“   –

Zum – sehr empfehlenswerten! – Artikel:

http://www.michael-klonovsky.de/16-michael/artikel/150-deine-mutter