Wien: „Die Universität ist das Fremde“

„Mit einer Jelinek-Darstellung erinnerten Universitätsfrauen an den jahrhundertelangen Ausschluß von Frauen.

Aktuell protestieren die Gender Studies.“  

„Rektor Heinz W. Engl nutzte bei seiner Ansprache die Gelegenheit, anzukündigen, dass sich an der mangelnden Frauenpräsenz schon bald etwas ändern wird. Ein ausgeschriebener Kunstwettbewerb wird sich der Problematik annehmen. Zudem konnte er berichten, dass im vergangenen Jahr 50 Prozent der Professuren von Frauen besetzt wurden. „Ein All-Time-High“, wie Engl stolz erklärte. Normalerweise sind es bei Neubesetzung um die 30 Prozent Frauen, die zum Zug kommen.“

„Gesellschaftliche Bewegung durch Gender Studies

Auch die Rede der Neurowissenschafterin Sigrid Schmitz, ehemalige Professorin für Gender Studies, machte die aktuellen Kämpfe zum Thema. „Das Wissen der Gender Studies hat Bewegung (in der Gesellschaft, Anm.) erzeugt. Stereotype wurden durch dieses Wissen herausgefordert“, betonte Schmitz. Und in Richtung der GegnerInnen der Gender Studies ließ sie wissen: „Die Gender Studies wollen streitbar bleiben und verunsichern.“ “

Zum Artikel:

http://diestandard.at/2000017304501/Die-Wissenschaft-ist-das-Fremde

Kommentar GB:

Es scheint sich hier um ein ´race to the bottom´ zu handen, bei dem abwechselnd die HU Berlin und die Universität Wien an der Sitze liegen.

Na gut, jeder ruiniert sich eben, so gut er kann. –

Im übrigen gibt es m. W. kein Wissen der Gender Studies, da es sich, soweit ich das beurteilen kann, lediglich um ein Konglomerat widersprüchlicher Behauptungen ohne empirische Evidenz handelt, und zwar allein zu dem Zweck, Frauen zu privilegieren, indem Männer diskriminiert werden. Das verstößt gegen die Menschenrechte:

http://cuncti.net/geschlechterdebatte/584-die-frauenquote-verstoesst-gegen-menschenrechte

Wissensproduktion ist an wissenschaftliche Methoden gebunden, und einschlägige Methoden sind mir aus den Gender Studies nicht bekannt. Falls Frau Schmitz der Meinung sein sollte, Gender Studies seien doch Wissenschaft, bitte, gern, nichts einfacher als das, dann mag sie das doch bitte begründen:

http://cuncti.net/wissenschaft/510-braucht-unsere-gesellschaft-gender-studies

indem sie den hier

http://serwiss.bib.hs-hannover.de/frontdoor/index/index/docId/405

enthaltenen Fragebogen beantwortet. Wir wüßten doch alle gern, was dabei heraus käme.

Eine Ergänzung zum Thema Gender Studies

„Warum gibt man dieser Antiwissenschaft hier eine Bühne? Aus dieser Ecke der Pseudowissenschaft ist bisher nichts, ich wiederhole: !NICHTS! intellektuell brauchbares gekommen.

Man kann ein Rilke Gedicht etwas modifizieren um es auf den Punkt zu bringen:

Der Blick ist vom Vorübergehn der Theorien
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Theorien gäbe
und hinter tausend Theorien keine Welt.

http://derstandard.at/2000017219976/Wider-die-Vernachlaessigung-des-Koerperlichen

Wunderbar. Treffer. Versenkt.