Wissen ist nicht verhandelbar

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Wer sich in seiner Weltanschauung nicht an den Tatsachen orientiert, die unabhängig von ihm existieren, kann nach Boghossian nicht für sich beanspruchen, dass er über Wissen verfügt.

Zum Artikel:

http://blog.zeit.de/schueler/2014/03/18/boghossian-angst-wahrheit/

und von Dr. Alexander Ulfig zu diesem Thema:

http://www.freiewelt.net/der-mythos-von-der-sozialen-konstruktion-10059322/

http://www.freiewelt.net/mit-objektivitaet-gegen-postmodernen-relativismus-10059681/

Kommentar GB:

Der Feminismus hat m. E. den grundlegenden Fehler begangen, eben nicht kritisch an die bisherige erkenntnistheoretische und wissenschaftstheoretische Auseinandersetzung anzuschließen und dabei den intensiven Dialog zu suchen, sondern sich zu isolieren und dabei sich einzubilden, das philosophische und wissenschaftstheoretische Rad als ein feministisches neu erfinden zu können und zu müssen: ein basaler Irrtum. Die postmoderne französische Philosophie hatte hierfür mit ihrer fatalen Beliebigkeit Angebote bereitgestellt, auf die die Feministinnen hereingefallen sind. Und jetzt nutzen sie den Postmodernismus zwar als intellektuellen Steinbruch, sitzen tatsächlich aber in einer Sackgasse ohne Umkehrmöglichkeit. Am einfachsten für sie wäre es, sich ganz ohne Bezug auf ihr ideologisches Vorverständnis auf die Forschungsfragen, wenn es denn welche gibt, zu konzentrieren und diese dann in den jeweiligen Einzelwissenschaften methodisch einwandfrei zu bearbeiten. So stehen sie vor der Aufgabe zu realisieren, dass ihre ideologischen Konstrukte weiter nichts sind als ein von ihnen selbst errichtetes Kartenhaus. Vor allem müßten sie realisieren, dass ihre Axiome oder Prämissen oder Vorurteile nicht nur keine Erkenntnisse bringen, sondern sie im Gegenteil verstellen: failed science – das sind die Gender Studies.