AfD in BaWü: Einstimmig angenommener Beschluss zum „Gender Mainstreaming“

Von Norbert Blech

„Die Alternative für Deutschland lehnt jegliche staatliche Propaganda – in Schulen, den Massenmedien oder im öffentlichen Raum – für bestimmte sexuelle Orientierungen oder Verhaltensweisen strikt ab. Die Förderung der klassischen Familie ist davon ausgenommen.“

Putin lässt grüßen: Der absurde Gedanke, man könnte für Homosexualität werben, und die Schlussfolgerung, man müsse diese Werbung folglich verbieten, findet sich nun in einem deutschen Parteitagsbeschluss. Die zitierte Passage steht so wörtlich in einem „Gender“-Antrag (PDF) der AfD Baden-Württemberg, den die Delegierten am Sonntag bei einem Landesparteitag einstimmig beschlossen haben. „Gender Mainstreaming“ sei unverzüglich und ersatzlos zu beenden, heißt die Grundforderung, die sich auf mehrere Bereiche bezieht.

So kritisiert die Partei in dem Beschluss eine „fortschreitende Aushöhlung des Erziehungsrechts von Eltern“ und einen „Sexualkundeunterricht fur Kinder und Jugendliche, der ‚zu sexuellem Experimentieren ermutigen soll'“. In der klaren Anspielung auf die homophob motivierte Panikmache rund um den Bildungsplan im Ländle, der nichts dergleichen vorsieht, heißt es weiter, dieser Unterricht sei ein „sittenwidriger Eingriff in die Kinderseelen“ und „eine schwerwiegende Beeinträchtigung der psychischen und physischen Entwicklung junger Menschen“.

Ferner spricht sich die Partei gegen Quotenregelungen aus, gegen „die politisch-bürokratisch verordnete Nivellierung der Unterschiede zwischen Mannern und Frauen“, die „aus biologischen Gründen zum Scheitern verurteilt ist und eine Verschwendung von Steuergeldern darstellt“, sowie gegen „alle Versuche, Abtreibungen zu bagatellisieren, sie staatlicherseits zu fördern oder sie gar zu einem ‚Menschenrecht‘ zu erklären“.“

http://www.queer.de/detail.php?article_id=24296

und

http://alternativefuer-bw.de/wp-content/uploads/2015/07/GM_Erklaerung..pdf

Kommentar GB:

Es mag ja zutreffend sein, dass die heutige AfD insgesamt als eine Partei einzuschätzen ist, die teils rechts von der  CDU – aber auch der CSU? – steht; man wird abwarten müssen, wie sich die AfD zukünftig entwickeln wird. –

Aber erstens handelt es sich bei der von Norbert Blech befürworteten homophilen Politik keineswegs um eine linke Politik, denn Homosexualität war, ist und bleibt weiter nichts als Homosexualität, und das heißt, es geht hierbei lediglich um Partialinteressen kleiner Minderheiten, und zweitens ist auch die Gender Mainstreaming – Strategie keine linke Strategie: das Gegenteil ist vielmehr richtig. Denn Gender Mainstreaminig war, ist und bleibt mit Blick auf den politökonomischen Widerspruch von Kapital & Arbeit eine Zersetzungsstrategie, die top down durchgesetzt wird, und sie stammt, was dazu paßt, aus den homosexuellen Milieus der USA! Dass bei uns linke Parteien sich haben kapern lassen, das trägt allerdings zu dem Schein bei, Gender Mainstreaming sei ein linkes Projekt. Das ist es jedoch objektiv nicht.

Wenn die AfD sich gegen Gender Mainstreaming wendet, dann betreibt sie objektiv eine linke Politik, weil es um die Abschaffung dieser Zersetzungsstrategie geht, egal, ob der AfD – und ebenso den anderen Parteien – das nun bewusst ist oder nicht.

Zur Kritik von Gender Mainstreaming:

http://nicht-feminist.de/2015/07/podcast-birgit-kelle-im-gespraech-mit-evolutionbiologe-professor-ulrich-kutschera/