Medienspiegel

Die ZEIT versucht sich in Gender-Jammer

Von Hadmut Danisch

„Die Journalistin Catherine Newmark hat in der Gender-ideologisierten ZEIT einen inhaltlich törrichten, aber in der Ausrichtung beachtlichen Artikel geschrieben. Man jammert darüber, dass sich Gender Studies nicht so entwickeln wie erhofft.

Die akademischen Gender Studies werden polemisch als Ideologie beschimpft – mit breitenwirksamem Erfolg. Haben wir Emanzipierten einen großen Fehler gemacht?

Wieso beschimpft? Sie sind Ideologie und haben es nie versucht und nie geschafft, aus mehr als Ideologie zu bestehen. Seltsam, andere für die Feststellung dessen zu beschuldigen, was Gender Studies geplant sind.

Ein Professor der Biologie namens Ulrich Kutschera zog mit altväterlich anmutendem Ton vom Leder gegen den “unwissenschaftlichen Unsinn” der “Gender-Ideologie”. Und zwar im Gespräch mit einem Moderator, der es während des gesamten Gesprächs nicht schaffte, eine einzige sachliche oder kritische Frage zu stellen. Im Gegenteil: Er war offensichtlich genauso brennend wie sein Gast davon überzeugt, dass die akademischen Gender Studies eine fundamentalistische feministische Ideologie seien, die von einer kompletten sozialen Konstruiertheit des biologischen Geschlechts ausgingen. Herr Kutschera nannte sie “eine quasi-religiöse Strömung”, die mit dem christlichen Kreationismus vergleichbar sei und wesentlich in einer kompletten Ablehnung der Evolutionstheorie bestünde. Er sprach auch von einem “Krebsgeschwür”.

Da hat er Recht. Völlig Recht. Genau das ist der Befund.“

Zum Artikel:

http://www.danisch.de/blog/2015/07/17/die-zeit-versucht-sich-in-gender-jammer/comment-page-1/#comment-89638

http://www.zeit.de/kultur/2015-07/gender-studies-feminismus-10nach8?commentstart=9#comments

ergänzend:

http://cuncti.net/geschlechterdebatte/797-ueber-den-gender-begriff-1

http://cuncti.net/geschlechterdebatte/852-deutung-statt-erklaerung

Kommentar GB:

“Für ganz Eilige Gender Studies in fünf Sekunden:

In den Gender Studies lernt man, daß das soziale Geschlecht, das es nicht gibt, nichts mit dem biologischen Geschlecht zu tun hat, das es – leider – sehr wohl gibt.

Es wird also ein Konstrukt erfunden, von dem dann festgestellt wird, daß es mit der Realität nichts zu tun hat.”

https://frankfurter-erklaerung.de/2015/07/gender-studies-in-fuenf-sekunden/

Am nächsten kommt man dem, was „Gender“ tatsächlich meint, wenn man sich klar macht, dass es sich um eine lesbische Phantasievorstellung   handelt, mit der der biologisch-sexuelle Dimorphismus – also die Polarität des Männlichen und des Weiblichen – im allgemeinen und die biologische Fortpflanzung im besonderen verleugnet wird. Wie geht die Gesellschaft nun mit einer solchen fixen Idee, mit einem solchen Wahn um? Indem sie den verleugnenden Personen mindestens eine psychotherapeutische Behandlung verordnet? Oder indem sie diese fixe Idee für die gesamte Gesellschaft verallgemeinert und rechtlich für gültig erklärt? Die „Heilung“ des Wahns durch seine Übernahme durch die Gesellschaft, die somit als Ganze dem Wahn verfällt? Hierfür hat sich seinerzeit das Bundeskabinett unter Schröder entschieden, als es „Gender Mainstreaming“ übernahm.

Nun, ich schließe mich dieser Verrücktheit jedenfalls nicht an. –

PS: Der Fall ist ein weiteres Indiz dafür, dass Hadmut Danischs Vermutung der Existenz von feministischen Titelmühlen ernst zu nehmen ist.