Pressekonferenz im Bundesrat

von Hadmut Danisch

Projekt „European Women Shareholders Demand Gender Equality“

„Sie wollen für eine Frauenquote in Vorständen und Aufsichtsräten werben. Wird von der EU-Kommission bezahlt und gefördert.“

Auf dem Podium

  • Prof. Dr. Angela Kolb – Ministerin für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, Magedurg
  • Ramona Pisal – Präsidentin Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb), Vorsitzende Richterin am OLG Brandenburg
  • Prof. Jackie Jones – Präsidentin Europäische Juristinnenvereinigung (European Women Lawyers Association – EWLA), Bristol
  • Dr. Katalin Prandler – Vizepräsidentin Ungarischer Anwältinnenverband, Budapest
  • Moderiert wird die Veranstaltung von Sabine Overkämping, Research Director des EWSDGE-Projektes.“  (…)

„Dann hat der Reihe nach jede was gesagt.

Zunächst die Moderatorin, Overkämping. Normalerweise ist der Moderator selbst eine neutrale Person, soll ja moderieren. Warum man dafür dann aber ausgerechnet eine Direktorin dieses EWSDGE (European Women Shareholders Demand Gender Equality) selbst verwendet, also eine brachial-befangene Person, entzieht sich meiner Kenntnis. Ist zwar völlig in Ordnung, dass man auf einer Pressekonferenz nur eigene Leute sitzen hat, aber dann tut man einfach nicht so, als würde man moderieren. Man sollte sich vorher darüber klar werden, wer man eigentlich sein will.

Aufgefallen ist mir bei der, dass sie eine altbekannte Rabulistik-Technik anwandte. Sie fing den Satz oder einen neuen Gedankengang immer damit an, dass sie von Gleichberechtigung redete (was ja jeder will), um die Leute auf so einer Zustimmungsebene einzufangen, und am Ende des Satzes oder des Gedankengangs kam sie immer so ganz ohne merkliche Richtungsänderung bei Gleichstellung raus, also dem genauen Gegenteil. Und das nicht nur begrifflich, auch inhaltlich. Es fing damit an, dass Frauen die gleichen Chancen haben sollten, und am Ende stand dann Quote. So richtig fiese, böse, eigentlich auch dreckige Redetechnik. Ministerialrätin im Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt. Wenn man allein schon den Namen dieses Ministeriums hört. Justiz und Gleichstellung. Als wäre es von George Orwell benannt worden.

Journalisten fallen auf solchen Mist aber rein.“  

http://www.danisch.de/blog/2015/07/10/stell-dir-vor-es-ist-pressekonferenz-und-keiner-geht-hin/

Kommentar GB:

Das alles ist offene, unverhüllte Verteilungspolitik in dem Sinne, dass Verteilungsansprüche ohne irgendeine tragfähige Begründung politisch eingefordert werden.

Wir kennen diese Wünsch-dir-was Forderungs-Haltung aus dem (angeblichen?) Märchen vom „Fischer und siner Fru“ – dem Fischer und seiner Frau –  namens „Ilsebill“. Alle diese Frauen sind Ilsebills, und die Männer sind deren Fischer, also deren Wunscherfüller. Wobei die Erfüllung eines weiblichen Wunsches immer den nächst größeren Wunsch nach sich zieht. Das kann nur im Ruin beider enden.

Dass sich die Feministinnen von Anfang an als Sekte mit group-think, als feministische Parallelgesellschaft, organisiert haben, bedingt deren organisatorische Wirksamkeit ebenso wie ihre intellektuelle Schwäche. Sie bilden sich zum Beispiel ein, dass dann, wenn sie sich intern konsensual darauf verständigt haben, die Thesen von Judith Butler für eine wissenschaftliche Erkenntnis zu halten, dass das dann tatsächlich eine allgemein gültige wissenschaftliche Erkenntnis sei, die somit anderen verbindlich vorgegeben werden könne. Da sie sich aber jeglicher normaler intellektueller Auseinandersetzung entziehen, erleben sie nie, dass ihnen das gesagt wird, was hier angebracht wäre, nämlich dass sie sich im Irrtum befinden – um es höflich auszudrücken.

Es gibt ja formgleich auch in anderen Sekten Aussagen, über die intern Konsens besteht, die aber aus der Außenperspektive Unsinn sind. Ein interner Konsens beweist gar nichts!

Die Feministinnen sind m. E. ein Fall für unsere Sektenbeauftragten, die vor dieser geistigen Verirrung und Verwirrung warnen sollten, und die Aussteigerprogramme, meinetwegen mit EU-Geldern, betreiben sollten. Man könnte kurzfristig auch Gender-„Forschungs“mittel für diesen Zweck umwidmen, das wäre wenigstens eine nützliche Verwendung.