Wir brauchen eine Geschlechterforschung, die diesen Namen auch verdient

Interview mit Prof. Dr. Markus Meier

„Markus Meier studierte Deutsch, Geschichte, Philosophie und Musik und promovierte 2008 an der Universität in Frankfurt am Main zum Thema „Musikunterricht als Koedukation?“. Er ist heute Professor für Ciencias de Educación an der Universidad Externado in Bogotá in Kolumbien.

Er befasst sich seit vielen Jahren mit dem Thema der „gleichen Behandlung von (biologisch) Ungleichen“ im Bildungswesen. Das Ergebnis seiner Studien hat er nun in einem Buch “Lernen und Geschlecht heute” veröffentlicht. Prof. Markus Meier gab Bruno Köhler von MANNdat ein Interview.“  (…)

Dass Jungen weniger begabt seien als Mädchen ist falsch und richtig zugleich. Wenn Trittin unter „Begabung“ die General Intelligence g versteht, so streut dieser Wert bei Männern tatsächlich stärker, als bei Mädchen.

Es gibt mehr sehr dumme, aber auch mehr sehr intelligente Jungen (Männer) als Mädchen (Frauen), die Mädchen (Frauen) kreisen eher um den Mittelwert.

In den letzten Perzentilen (also den untersten und den obersten Abschnitten auf der Gaußkurve) ist die Ratio etwa 1:7 – Frauen:Männer. Das heißt aber, dass auf eine „klügste“ Frau sieben „klügste“ Männer kommen – bei der Besetzung von Professuren ist das sicherlich kein unbedeutendes Argument.

Wie gesagt, je nachdem wie man Intelligenz misst (da gibt es unter Psychologen zwar auch verschiedene Ansichten, aber die meisten benutzen g) gibt es darum auch ein Übergewicht der Männer bei den „ganz dummen“. ( …)

Es sei einfach mal ganz unpathetisch darauf hingewiesen, dass cum grano salis alle großen Leistungen in der Sprache und Literatur, der Kunst und der Musik, von Wissenschaft und Technik hier mal zu schweigen, von Männern erbracht wurden – es gibt keinen Grund, uns beschimpfen oder auch nur verunsichern zu lassen, überhaupt keinen!“  (Hervorhebung: GB)

Zum Interview:

http://cuncti.net/geschlechterdebatte/859-wir-brauchen-eine-geschlechterforschung-die-diesen-namen-auch-verdient

und

http://www.ide-journal.org/article/2015-volume-2-number-1-die-geschlechterdichotomie-in-edukativen-kontexten-aus-soziobiologischer-perspektive/

sowie ergänzend:

http://www.lagriffedulion.f2s.com/intelfig6.gif

http://www.lagriffedulion.f2s.com/g.htm