Die Bücher brennen wieder

Von Hadmut Danisch

Baden-Württemberg auf finsteren Pfaden.

Roland Tichy berichtet darüber, dass man an der Stadtbibliothek Bad Dürrheim 3200 Bücher vernichtet hat, weil sie nicht die „richtige” (=gegenderte) Schreibweise enthalten.

Bücherverbrennung hatten wir ja schon mal, das können wir. Und Orwell hatte das ja auch in 1984 beschrieben, dass historische Bücher und Zeitungen verbrannt und umgeschrieben werden, damit sie der aktuellen Politik entsprechen.

Bin mal gespannt, wann sie Blogs verbrennen.  –

http://www.danisch.de/blog/2015/08/18/die-bucher-brennen-wieder/#more-11145

http://www.rolandtichy.de/daili-es-sentials/buecher-brennen-wieder/

http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/bad-duerrheim/Grosses-Bestuerzen-ueber-Aussortierungsaktion-in-Bad-Duerrheimer-Bibliothek;art372507,8079226

und, mit dankenswerter Klarheit und Deutlichkeit, der Kommentar von Michael Klein:

http://sciencefiles.org/2015/08/19/wueten-intellektuell-benachteiligte-nicht-nur-im-laendle/

Kommentar:

Es ist, wenn es so weitergeht, mittlerweile wahrscheinlich, dass in nunmehr absehbarer Zeit eine grüne Großinquisitorin institutionalisiert werden wird. Nicht ausgeschlossen, dass dies hier sozusagen das Praktikum der Debütantin war. Bedenklich ist, dass solche „Säuberungen“ in den 30er Jahren so begonnen haben, genau so. Nur die Farbe des Totalitarismus ist diesmal eine andere.

Übrigens gibt es nicht Dummeres, als das Wort Neger, das lediglich die Hautfarbe eines Menschen bezeichnet, als etwas Negatives aufzufassen.

Wir gehören alle derselben species an, nämlich homo sapiens sapiens, und wir sind unserer Herkunft nach alle Afrikaner.

Die Hautfarbe von Menschen wird bekanntlich durch die Intensität der Sonneneinstrahlung bestimmt. Die dunkle Farbe ist ein Sonnenschutz, den unsere frühen Vorfahren, die nach Europa einwanderten, noch hatten. Im sonnenarmen Norden zu leben, das bedeutet aber, dass helle Haut hier einen physiologischen Selektionsvorteil bietet. Die entsprechenden biologischen Anpassungsprozesse sind in ganz wenigen zehntausend Jahren abgelaufen, also bemerkenswert schnell.

Das Wort Neger zu benutzen ist nur dann rassistisch, wenn derjenige, der sich daran stößt, selbst Rassist ist, weil er dieses Wort mit Sklave und Sklaverei identifiziert, die er, um sich selbst nicht als Rassisten erkennen zu müssen, abwehrt, denn keine Sklaverei ohne Sklavenhalter. Die unaufgearbeite historische Schuld der Sklavenhalter ist es, um die hier eigentlich geht.

Aber nicht alle Neger waren Sklaven, sondern nur diejenigen, die von Arabern und später den Europäern gewaltsam dazu gemacht wurden, und die insbesondere in die beiden Amerikas gebracht wurden, weil sie dort nach der dortigen tendenziellen Ausrottung der indigenen Bevölkerung als billige, rechtlose und unbeschränkt ausbeutbare Arbeitskräfte in der Landwirtschaft gebraucht wurden.

Wer sich dieser schweren historischen (aber nicht persönlichen) Schuld stellen will, der sollte sich mit dieser Geschichte ernsthaft auseinandersetzen, nicht aber in der Weise, dass nun ersatzweise das Wort Neger verboten wird, denn diese Verschiebung ist eine pathologische, und eben das kennzeichnet diese vermeintlich auf Gerechtigkeit achtende Ideologie.

Würde man sich bezüglich der Shoah analog verhalten, dann müßte das Wort Jude verboten und aus den Büchern entfernt werden:

soviel zur sogenannten ´Political Correctness´ – einer Gestalt der gesellschaftlichen Dummheit, wie ich sie nenne.