Engagement: Profs, träumt nicht von gestern!

Ein Gastbeitrag von Sandra Richter

„Vor zwei Wochen kritisierte der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen: Das Wissenschaftssystem marginalisiert die Intellektuellen. Ein Mitglied des Wissenschaftsrats, antwortet: Unsere Gesellschaft bekommt die Professoren, die sie verdient.“ (…)

„Agenda-Setting gelingt übrigens derzeit den Frauen am besten; sie mobilisieren innerhalb und außerhalb von academia ihre feministischen und postfeministischen Netzwerke. Der intellektuelle Haudegen ist weiblicher geworden. Ob Necla Kelek, Islamkritikerin, Carolin Emcke, Kriegsreporterin und Gewalttheoretikerin, Jutta Allmendinger, Soziologieprofessorin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, oder Miriam Meckel, Professorin für Medienwissenschaft und Chefredakteurin der Wirtschaftswoche – sie alle setzen im intellektuellen Männerbusiness ihre Themen, von einer zeitgemäßen Koranauslegung bis zum Scheitern der Euro-Zone.“ (…)  (Hervorhebung: GB)

Zum Artikel:

http://www.zeit.de/2015/33/gesellschaft-professoren-interlektuelle/komplettansicht

Kommentar GB:

Abgesehen davon, daß Frau Richter die Lage offenbar verzerrt wahrnimmt – wie ihre Beispiele andeuten – muß man darauf hinweisen, dass es ausgesprochen billig ist, anderen vorzuwerfen, eine faktisch sehr undankbare öffentliche Aufgabe auf eigenes Risiko hin und ohne persönlichen Nutzen zu übernehmen. Man macht so etwas nur, wenn eine besonders starke Motivation vorliegt. Ich weiß in diesem Fall sehr genau, wovon ich rede. Zum Beispiel von all dem Unsinn, der von Feministinnen verzapft wird. Nicht nur darin besteht der Unterschied zu Frau Richter. Siehe:

https://frankfurter-erklaerung.de/2015/08/wo-seid-ihr-professoren/