Rektorwahl an Uni Leipzig: Sie möchte gern – sie darf aber nicht

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„Beate Schücking ist eine Kämpferin. Den Ruf hat sich die Rektorin der Uni Leipzig und Vorsitzende der sächsischen Landesrektorenkonferenz im Dauerstreit über Kürzungen und Stellenstreichungen in den vergangenen Jahren erarbeitet. Sie kritisierte die Landesregierung und legte sich auch mit dem Hochschulrat ihrer eigenen Uni an.

Das rächt sich nun offenbar: Der Rat will sie zur bevorstehenden Rektorenwahl nicht wieder antreten lassen, er wird voraussichtlich zur kommenden Senatssitzung am 8. September zwei externe Bewerber zur Wahl stellen. Über die Gründe schweigen die Mitglieder des mächtigen Hochschulgremiums. Umso lauter wurden die Spekulationen darüber, ob hier eine rebellische Rektorin mit SPD-Parteibuch abgestraft werden soll, die politisch unerwünscht ist.

Der Rat ist mit hochschulexternen Mitgliedern besetzt, von denen nicht wenige zur CDU gehören. Auch die ehemalige Vorsitzende Monika Harms. Sie schmiss den Posten vor gut einem Jahr, nachdem sie sich offenbar komplett mit der Uni überworfen hatte. Das „Amts- und Rollenverständnis“ der einzelnen Gremien sei so wenig ausgeprägt, klagte sie damals in einem Interview, dass sie keine Möglichkeit habe, „diesem Treiben irgendwie ein Ende zu bereiten“.“  _

Zum Artikel:

http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/uni-leipzig-warum-die-rektorin-nicht-mehr-zur-wahl-antreten-darf-a-1048233.html

Kommentar GB:

Nach persönlichen Wünschen, auf die sich Jennifer Stange hier beruft, nach diesen geht es nur in Femistan. Der Hochschulrat wird seine Gründe haben. Einige davon sind in der Vergangenheit öffentlich geworden. Die ganze Republik hat darüber gelacht – oder sich geärgert. Eine solche Führungsspitze schadet der Leipziger Universität und ihrem Ansehen. Und deshalb ist Frau Schücking seitdem eben nicht mehr tragbar. So sehe ich das.