Medienspiegel

Bundesrat stimmt für Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben

Gesetzentwurf von neun Ländern

Die Mehrheit der Bundesländer setzt sich für die Ehe für alle ein. Der Vertreter Bayerns warnte allerdings, dass die Ehe-Öffnung der demografischen Entwicklung schaden könne.

Von Dennis Klein

„Der Bundesrat hat am Freitagvormittag den „Entwurf eines Gesetzes zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts“ (PDF) beschlossen. Damit erhöht die Länderkammer den Druck auf den Bundesregierung, die sich nun mit dem Entwurf befassen muss, da er im Bundestag landet. Bereits vor drei Monaten hatte der Bundesrat in einem Entschließungsantrag das Ende der Ungleichbehandlung von schwulen und lesbischen Paaren gefordert (queer.de berichtete). Vor dem Bundesratsgebäude demonstrierten vor der Debatte Aktivisten des Lesben- und Schwulenverbandes und der Opposition für die Gleichbehandlung.

Der neue Antrag wurde von neun Bundesländern – Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Thüringen und Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen – eingebracht. Keine Unterstützung erfuhr die Forderung nach Gleichbehandlung im Ehe-Recht dagegen aus allen sieben Bundesländern, in denen CDU oder CSU an den Landesregierungen beteiligt sind, darunter auch Berlin und Hessen.

In der kurzen Debatte begründeten drei grüne Landesministerinnen, Irene Alt aus Rheinland-Pfalz, Antje Niewisch-Lennartz aus Niedersachsen und Katharina Fegebank aus Hamburg, warum die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht geboten ist. Einziger Gegenredner war der bayerische Justizminister Winfried Bausback (CSU).“ (…)  –

Zum Artikel:

http://www.queer.de/detail.php?article_id=24674

Kommentar GB:

Wir wissen, was wir den Grünen zu verdanken haben.

Und was wir Herrn Maas zu verdanken haben, das wissen wir auch.

„Der Bundestag hat am späten Donnerstagabend vor fast leerem Haus in erster Lesung über einen Gesetzentwurf aus dem SPD-geführten Justizministerium beraten, der die Lebenspartnerschaft in weiteren Bereichen der Ehe gleichstellen soll.“

http://www.queer.de/detail.php?article_id=24667

Kritisch hierzu:

„Es geht bei dieser Schulpolitik, nicht nur in Baden-Württemberg, sondern jetzt auch in Niedersachsen, n i c h t nur um Toleranz gegenüber Homosexualität, für die „Vielfalt“ als bagatellisierender Tarnbegriff dient. Und es geht auch nicht nur um A k z e p t a n z, also um eine positiv-unterstützende Wertschätzung  von Homosexualität, die gewährt aber nicht eingefordert werden kann. Ja, es geht nicht einmal nur um die „Normalisierung der Homosexualität“, durch die diese quasi unterschiedslos und ´gleich´ neben der Heterosexualität stünde.

Sondern es geht, jedenfalls so wie ich die Literatur hierzu verstanden habe, darüber noch hinaus um die Durchsetzung der Homosexualität als Neue Normalsexualität, die die  „Zwangsheterosexualität“ ersetzen soll. Denn: wäre diese meine Sicht falsch, dann hätte der Begriff der „Zwangsheterosexualität“, der m. W. besonders oder ausschließlich von Lesben gebraucht wird, gar keinen Sinn. Begrifflich enthält „Zwangsheterosexualität“ nämlich bereits die moralische Aufforderung, den angeblichen „Zwang“ zur Heterosexualität aufzuheben, was dann aus lesbischer Perspektive als „Emanzipation“ erscheinen muss, so dass auch dieser Begriff eine ganz neue Bedeutung erlangt.

´Toleranz´ und ´Akzeptanz´ und ´Vielfalt´ sind bloße Tarnbegriffe für das Ziel der Neuen Normalsexualität. Und die umstrittenen sexualpädagogischen  Curricula, die jetzt der Absicht nach von den Grünen und der SPD eingeführt werden, sind, was selbstverständlich nicht offen zugegeben wird, als entscheidende Weichenstellung hin zur Neuen Normalsexualität gedacht und gemeint. Denn: wäre es nicht so, dann brauchte man lediglich im Rahmen der bisher  üblichen Sexualaufklärung das Thema Homosexualität in angemessenem Umfang mit abzuhandeln, und zwar mit dem unstrittigen Ziel der wechselseitigen Toleranz. Das wäre berechtigt, und es würde völlig genügen.

Alles was darüber hinaus beabsichtigt ist und geplant wird, dient dem Ziel der Neuen Normalsexualität.

Wenn aber Heterosexualität ein Ergebnis evolutionsbiologischer Prozesse und für die Fortpflanzung notwendig ist,

was eben tatsächlich genau so ist,

dann ist eine solche Sichtweise schlicht falsch, also null und nichtig.“

https://frankfurter-erklaerung.de/2014/11/pornografisierung-der-schule/