In der Union wächst die Kritik an Angela Merkel

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„In der Union wächst der Unmut über die Asylpolitik der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Deutschland werde diese Kraftanstrengung „nie und nimmer auf Dauer durchhalten“, heißt es in der Fraktion.

Die nicht abreißende Zuwanderung von Flüchtlingen löst in der Union zunehmende Kritik an der Asylpolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aus. Deren Entscheidung, abseits von geltenden EU-Regeln tausende Menschen aus Ungarn und Österreich aufzunehmen, wird von Politikern von CDU und CSU als Botschaft der völligen Öffnung Deutschlands für Asylbewerber kritisiert. Als ein solches Signal werden auch neueste Bilder von Selfies der Kanzlerin mit Flüchtlingen der Erstaufnahmeeinrichtung in Berlin-Spandau gesehen, die Merkel am Donnerstag besucht hatte. „Wenn diese Bilder um die Welt gehen“, sagt ein Unionsmann, „dann weiß jeder, dass er hier willkommen ist.“

Der Innenpolitiker Wolfgang Bosbach (CDU) findet es zwar verständlich, dass Merkel aus „humanitärer Sicht zur Abwendung einer Katastrophe“ entschieden hat. Allerdings müsse diese Entscheidung eine „einmalige Entscheidung in einer einmaligen Situation“ bleiben, betonte er. „Es wird keinen grundsätzlichen Wechsel in der Asylpolitik geben.“ Zuvor hatte der frühere Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) von einer „beispiellosen politischen Fehlleistung“ Merkels und von einer massiven Überforderung der Länder und Kommunen vor Ort gesprochen. „Wir haben die Kontrolle verloren“, sagte Friedrich der „Passauer Neuen Presse“.“   –

Zum Artikel:

http://www.tagesspiegel.de/politik/fluechtlinge-in-der-union-waechst-die-kritik-an-angela-merkel/12311194.html

Kommentar GB:

In der Tat. So geht das nicht weiter. Und wenn nicht mit, dann eben ohne Madame. Anders als die desinformierten Leute zumeist meinen, gibt es mehr als genug triftige Gründe für einen personellen Wechsel. Es ist eine Menge aus dem Lot geraten unter dieser Führung, und das sollte zügig korrigiert werden.