Linkspopulistische Polemik im Eigeninteresse

„Bei der 9. Hirschfeld-Lecture debattierten Sexualpädagogen mit NRW-Schulministerin Löhrmann über sexuelle Vielfalt und den Umgang mit reaktionären Gegnern.“

Von Norbert Blech

„Wie kann Sexualerziehung an Schulen und Sexualpädagogik mit Jugendlichen die Vielfalt der Geschlechter und Orientierungen aufgreifen und damit den Schülern gerecht werden? Und wie kann diese gegen reaktionäre Bewegungen verteidigt werden? Diese Fragen standen am Donnerstag im Mittelpunkt der neunten Hirschfeld-Lecture der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld im Haus der Universität in Düsseldorf.

In einem Referat befasste sich die Soziologie-Professorin Elisabeth Tuider zunächst mit der „neuen Salonfähigkeit von Homophobie und Antifeminismus“. Die Wissenschaftlerin der Universität Kassel kennt sich mit den zahlreichen Angriffen aus – das von ihr mit Stefan Timmermanns verfasste Buch „Sexualpädagogik der Vielfalt“ ist ein gerne zitiertes Objekt der Empörung, ein gerne falsch zitiertes.

Geschürt werde eine Moralpanik, und das mit mehreren Methoden: So werde Sexualpädagogik gezielt aus dem Kontext gerissen und anhand vermeintlicher Auswüchse kritisiert („Taschenmuschi“, „Puff“, etc. – meist aus durchaus altersgerechten Materialen für Lehrer und Pädagogen, wie man auf auftauchende Fragen von Schülern eingehen könnte). Auch stürze sich die Kritik mit teils viral-virtueller Gewalt auf einzelne Vertreter der Wissenschaften. Während fachliche Konzepte verschwiegen geschweige denn erklärt würden, werde gezielt mit Angst schürenden Reizwörtern gearbeitet („Frühsexualisierung“, „Verführung“, „Missbrauch“).“  (…)  Siehe hierzu:

[ http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=53981 ]

https://frankfurter-erklaerung.de/2014/11/pornografisierung-der-schule/

https://frankfurter-erklaerung.de/2015/09/marsch-fuer-das-leben-in-berlin/

„Zudem, so Tuider, würden Forschungsergebnisse der Sozialwissenschaft ebenso wie LGBT-Rechte und Sexualpädagogik als Angriffe auf bürgerliche Familien- und Lebensentwürfe dargestellt und diese damit normiert. Aktivisten und Wissenschaftler würden dabei zunehmend als Lobbyisten definiert, Gleichstellung werde als „Gleichmacherei“ bekämpft und zur Diskriminierung verklärt: Der weiße heterosexuelle Mann sei ebenso bedroht wie die Familie als „Keimzelle der Nation“.“  Hierzu:

http://www.rolandtichy.de/kolumnen/bettina-roehl-direkt/heterophobie-gender-ist-psychoterror-gegen-den-weissen-mann-teil-1/

http://www.rolandtichy.de/kolumnen/bettina-roehl-direkt/heterophobie-im-grundgesetz-festgeschriebene-rassismus-gegen-den-mann-ist-verfassungswidrig-teil-2/

Jedes Sprechen mit Schülern über Sexualität werde als „Frühsexualisierung“ – ein Begriff aus dem Bereich des Missbrauchs – abgelehnt, und mit dem Argument eines vermeintlichen Kinderschutzes werde versucht, Homophobie und Sexismus zu legitimieren.“

Zum Thema Päderastie und Pädophilie: [ http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=53981 ]

„Tuider zeigte anhand einer Chronologie der letzten zwei Jahre, wie der Kampf gegen Sexualpädagogik immer absurder wurde – aus einer Warnung vor Dildos für Siebtklässler in einer „Spiegel Online“-Kolumne wurden im späteren Diskurs Siebenjährige. Und sie zeigte, wie im gemeinsamen Kampf Bewegungen wie „Demo für alle“, „Besorgte Eltern“ und Pegida, „einzelne Hasstreibende“ wie Pirinçci, Kelle & Co. und rechte und religiöse sowie „Männerrechtler“-Netzwerke zusammenfinden. Dazu kommen „Schnittstellen zwischen neu(rechten) Positionen und bürgerlicher Presse“ (FAZ/FAS, SZ) sowie die AfD, die den Kampf gegen „Gender-Wahn“ im Parteiprogramm stehen hat. Auch die CDU habe sich mit Kleinen Anfragen in mehreren Bundesländern an der reaktionären Mobilisierung beteiligt.“ “ (…)

„Umkämpftes Recht auf Aufklärung

Prof. Martin Dannecker beklagte, wie die neue Bewegung zu einer Abwertung von LGBT führe
Prof. Martin Dannecker beklagte, wie die neue Bewegung zu einer Abwertung von LGBT führe

Heterosexualität werde „bis zur Unkenntlichkeit idealisiert“, kritisierte auch der Sexualwissenschaftler Martin Dannecker in seinem Referat gesellschaftliche Bewegungen, die zu einer „vormodernen Auffassung von Sexualität“ zurückkehren wollten. Kinder würden als passive Empfänger von Ideologien dargestellt, dabei ziele die Aufklärung durch Schule und Sexualpädagogik gerade darauf, sie mündig zu machen.“  Vgl. hierzu den Kommentar:

https://frankfurter-erklaerung.de/2014/11/pornografisierung-der-schule/

„Neue Schülergenerationen würden durch ihr Umfeld, durch Medien und Internet mehr von Sexualität erfahren als die vor ihnen und hätten dadurch ganz andere Fragen. Man müsse sie ernst nehmen und altersgerechte Antworten parat haben, so Dannecker. Neben Elternrechten gebe es auch klar das Recht der Kinder auf Aufklärung und Hilfe bei Lebenslagen, in denen sie sich nicht den Eltern anvertrauen wollen oder können.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion berichtete Tuider aus einer Studie, dass 98 Prozent der Schüler Sexualkunde erhielten. Diese sei aber oft rein biologisch ausgerichtet, auf Verhütung und Fortpflanzung. Weitere Kompetenzen würden, wenn überhaupt, von externen Organisationen wie Pro Familia oder der Aids-Hilfe vermittelt. Oder von dem LGBT-Schulaufklärungsprojekt SchlAu: Als Ehrenamtler gehen junge Schwule, Lesben und Transsexuelle kurz nach ihrer eigenen Schulzeit in Klassen, um allein und vertrauensvoll mit den Schülern zu sprechen.“ “

Sieh an sieh an …   (Hervorhebung: GB)

„Zu den Themen, die angerissen werden, gehören Coming-out, Diskriminierung und Mobbing oder LGBT-Geschichte (beispielsweise der Stonewall-Aufstand). Sexualaufklärung gehört hingegen nicht dazu, muss Laura Becker von SchLAu Bonn seit den „Besorgten Eltern“ und manchen Zeitungsberichten und Politikeranfragen immer wieder erklären.

Die Schüler hätten inzwischen ohnehin Erfahrungen mit dem Thema und seien offen für den Dialog, zeigten sich danach reflektierter und einfühlsamer: So gibt es Lehrerrückmeldungen, dass die Nutzung von „schwul“ als Schimpfwort nach SchLAu-Besuchen zurückgehe. Das Projekt kläre auch Lehrer auf, berichtete Becker. Die angehende Lehrerin musste die Erfahrung machen, dass LGBT-Themen in der Lehrerausbildung fehlten. Dabei müsse Schule die „Kompetenz für eine pluralistische Gesellschaft“ schaffen.

„Schule der Vielfalt“ selbstverständliches Ziel

Ministerin Löhrmann betonte, Ziel müsse nicht die Duldung, sondern Akzeptanz von Minderheiten sein
Ministerin Löhrmann betonte, Ziel müsse nicht die Duldung, sondern Akzeptanz von Minderheiten sein

Den Gedanken griff auch Sylvia Löhrmann auf, grüne Bildungsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin von NRW.

Eine „Schule der Vielfalt“, wie ein Kooperationsprojekt ihres Ministeriums mit LGBT-Gruppen heißt, ergebe sich zwangsläufig aus dem Grundgesetz [?? GB], sei eine Frage der Inklusion. Man müsse gegen Homophobie arbeiten wie gegen Rassismus und LGBT-Jugendlichen ein sicheres Umfeld bieten.

Es sei zwar wichtig, Unterstellungen und Angriffe auf Sexualpädagogik zurückzuweisen, meinte Löhrmann. Sie betonte zugleich aber immer wieder, dass man vor Ort Eltern einbinden müsse. Nicht das Rechthaben müsse Ziel sein, sondern Akzeptanz. Sie sei froh, dass es in NRW bereits seit 1999 Richtlinien zur sexuellen Aufklärung gebe,

https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/RuL/Richtlinien-fuer-die-Sexualerziehung-in-NRW.pdf

https://de.wikipedia.org/wiki/Sylvia_L%C3%B6hrmann

deren Grundlagen parteiübergreifend vertreten würden.“

„Nun erinnerte sich im Publikum vielleicht mancher doch daran, wie dazwischen mal CDU und FDP an der Macht waren und die schwarz-gelbe Landesregierung eine simple Unterrichtshilfe zum Thema Homosexualität im Giftschrank verschwinden ließ, wie der gesamte Bereich der LGBT-Emanzipation brach lag (queer.de berichtete).

Und Dannecker stellte zwischendurch auch mal die wichtige Frage: Wie können wir das Erreichte überhaupt sichern?“

https://frankfurter-erklaerung.de/2015/09/katholische-kirche-bischof-koch-homosexualitaet-ist-beschraenkt-und-nicht-gelungen/

https://frankfurter-erklaerung.de/2015/09/ministerpraesidentin-kramp-karrenbauer-und-die-buchstabenmenschen/

https://frankfurter-erklaerung.de/2015/09/gender-forschung-in-baden-wuerttemberg/

„Das Erreichte verteidigen

Viele inhaltliche Antworten bekam er aufgrund fortgeschrittener Zeit und einer Menge an Interessenlagen nicht, dafür viele strukturelle: die Forderung nach mehr Geld, mehr Stellen, mehr Materialien, mehr Wissenschaftler.“ (Hervorhebung GB)

Der bei diesen Fragen zuständigen Ministerin fiel der Landes-Aktionsplan ein sowie erneut eine größere Einbeziehung der Eltern.

http://www.queer.de/detail.php?article_id=24520

Vielleicht müsste man auch die Eltern gezielt aufklären, quasi nachträglich, kam es aus dem Publikum. Und in der Tat forderte Tuider (neben mehr politischen Mut, sich nicht vom Gegenwind beeindrucken zu lassen), dass sich ihr Bereich mehr der Debatte stellen, mehr erklären müsse. Gerade der Diskussion in sozialen Netzwerken sollte man sich öffnen – gerade jetzt, wo sich Medien, Justizminister und Facebook über fremdenfeindliche Postings empörten, aber nicht über Homophobie oder Sexismus.  (Hervorhebung GB)

Reflektiert man den Abend, fragt man sich noch einmal, welche Rolle Medien bei der homophoben Bewegung spielen, ob sie sie etwa größer machten als sie ist – Tuiders Zeitübersicht mit mancher Talkshow ließ etwa einen klaren Zusammenhang erkennen. Und: Spielt Aufklärung über LGBT-Themen eigentlich in der Journalistenausbildung eine Rolle? Neben vereinzelten Machos und konservativen Aktivisten scheint in Redaktionen zwar nicht der „besorgte“, aber manchmal doch der „verunsicherte“ Journalist vorzuherrschen.

Dazu trägt sicher bei, was Hedwig von Beverfoerde, die Organisatorin der „Demo für alle“, kürzlich in Fulda skizzierte: Wie man sich vernetzt hat, um Emails und klassische Leserbriefe an Redaktionen zu schicken, um in eigenen, höflichen Worten Beiträge zu kritisieren (oder auch zu loben!). Das scheint Journalisten eher zu beeindrucken als Massen-Shitstorms bei Facebook – und ist auf Seiten der vermeintlichen Gender- und Homo-„Lobby“ unterentwickelt.

Die Argumente für sexuelle Vielfalt im Unterricht sind dabei durchaus schlagkräftig. Die Gesellschaft für Sexualpädagogik hat vor wenigen Tagen einen FAQ zur „Sexualpädagogik der Vielfalt“ aktualisiert.

http://gsp-ev.de/index.php?id=110&ord=52

Er ist sehr lesenswert und verdient eine Verbreitung!“  –

Quelle:

http://www.queer.de/detail.php?article_id=24632

Kommentar GB:

Aus dem  bemerkenswert klaren Artikel geht hervor, dass es den Homophilen ausschließlich um ihre ganz speziellen Sonderinteressen geht.

Diese allerdings sind ihre Interessen und nicht die unseren.

Der Rechtspopulismus in Europa wird bekanntlich vielfach kritisiert, und es mag durchaus sein, das diese Kritik berechtigt ist.

Aber was ist mit der anderen Seite? Ich schlage hierfür den Begriff des Linkspopulismus vor, den ich wie folgt definiere:

Linkspopulismus ist ein antiintellektuelles, feministisches, homophiles und  – seltsamerweise zugleich – islamophiles, gesinnungsethisch aufgeblähtes gefühlslinkes Milieu, in dem deshalb oft und gern zu Diffamierungen gegriffen wird, und gelegentlich auch zu physischen Störungen und Angriffen, wenn man nicht mehr weiter weiß. 

Ein Nachtrag:

„Wie kann Sexualerziehung an Schulen die existierende Vielfalt der Geschlechter, Sexualitäten und Lebensformen aufgreifen und damit (allen) Schüler_innen gerecht werden? Welchen Herausforderungen sieht sich (schulische) Sexualerziehung in Anbetracht von geschlechtlichsexueller Diversität gegenüber? Und was können die Aufgaben von Sexualpädagogik in Hinblick auf lesbische, schwule, trans- und intergeschlechtliche Lebensweisen sein?

Diese Fragen aufgreifend lädt die Bundesstiftung Magnus Hirschfeldmit den 9. Hirschfeld-Lectures zu zwei Vorträgen und einer Podiumsdiskussion ein. Prof. Dr. Elisabeth Tuider analysiert die neue Salonfähigkeit von Homophobie und Antifeminismus am Beispiel der medialen und öffentlichen Debatten über die Sexualpädagogik der Vielfalt. Prof. Dr. Martin Dannecker erörtert die Frage, was theoretisch mit dem Begriff Sexualisierung gemeint ist und welche Aufgaben für die Sexualpädagogik durch die Sexualisierung unserer Kultur entstehen. Abschließend werden die Aufgaben und Herausforderungen sexueller Bildung voneinem Podium mit Expert_innen aus Politik, Wissenschaft und Bildungsarbeit diskutiert.

Gäste des Podiums:
– Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung sowie stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen
– Susann Rüthrich, MdB/SPD – kinderpolitische Sprecherin;  [http://www.susann-ruethrich.de/]  => Siehe hierzu den Auszug unten:
– N.N., pro familia (angefragt)
– Laura Becker, Mitglied des Bundesverbandes Queere Bildung e.V.;
– Prof. Dr. Elisabeth Tuider, Universität Kassel;
– Prof. Dr. Martin Dannecker, Mitglied des Vorstandes der DGfS e.V.;

Die „Hirschfeld-Lectures“ sind die Vortrags- und Schriftenreihe der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) in Kooperation mit dem Wallstein Verlag in Göttingen. Sie wurde 2012 ins Leben gerufen. Die Vorträge widmen sich unterschiedlichen Anlässen und Thematiken und sie finden in verschiedenen Regionen Deutschlands statt. Die Hirschfeld-Lectures verstehen sich als Impulsgeberinnen für die Darstellung geschichtlicher Zusammenhänge und der Analyse aktueller Fragestellungen hinsichtlich der Verfolgung, der Diskriminierung und der Alltagswelt von ******, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTTI).

Die bisherigen Bände können Sie hier einsehen und auch als eBook bestellen:“

=> Auszug:

„Familie ist da, wo Menschen dauerhaft Verantwortung übernehmen. In Familien sorgen Menschen füreinander, und zwar unabhängig von der rechtlichen Form und dem Geschlecht. Eltern kümmern sich um das Wohlergehen ihrer Kinder. Kinder pflegen und unterstützen ihre Eltern. Verwandte und Wahlverwandte sind füreinander da. Alle diese Familien in ihrer Vielfalt zu unterstützen, ohne Wertungen vorzunehmen, ist die politische Aufgabe heute. Und dazu gehört die volle Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften mit der Ehe. In Umsetzung eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom 19. Februar 2013 ist es eingetragenen Lebenspartnern nun erlaubt, das adoptierte Kind des anderen Partners in einem zweiten Schritt ebenfalls zu adoptieren. Diese so genannte “Sukzessivadoption” ist ein Fortschritt und auch unter dem Aspekt des Kindeswohls zu begrüßen. Doch es muss endlich weitergehen!

Nach Einschätzung des Bundesjustizministers und vieler Fachleute benötigen wir für eine Öffnung der Ehe keine Änderung des Grundgesetzes. Mit einer Mehrheit im Bundestag können wir Abgeordnete über alle Fraktionsgrenzen hinweg das überfällige Signal setzen: Der Staat misst Liebe und gelebte Verantwortung zwischen zwei Menschen nicht länger mit zweierlei Maß!

Leider verschließt sich unser Koalitionspartner im Bund und in Sachsen stur der gesellschaftlichen Realität. Traditionelle Familien aus Vater, Mutter und Kind, Alleinerziehende Mütter und Väter, lesbische und schwule Paare mit Kindern in Regenbogenfamilien zeigen uns längst: Der Familienbegriff wandelt sich, Familien sind bunt und vielfältig. Sie alle verdienen Gleichbehandlung und staatlichen Schutz.

Dies sieht nicht nur die Mehrheit der Bevölkerung seit langem so, auch die Spitze der evangelische Kirche in Deutschland, ein breites Bündnis aus Prominenten aus Kultur und Wissenschaft sowie eine Initiative aus dem Bundesrat fordern: Die Zeit ist reif für eine volle Gleichstellung. Es gibt keine Gründe für eine Ehe erster und zweiter Klasse.

Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sind für gleiche Rechte für alle Liebenden – unabhängig vom Geschlecht. Wenn zwei Menschen füreinander oder für ein Kind dauerhaft Verantwortung und Fürsorge übernehmen wollen, verdient dies unser aller Respekt – und endlich gleiche Rechte!

Als zuständige Berichterstatterin für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentitäten im Familienausschuss mache ich mich gemeinsam mit meiner Fraktion für gleiche Rechte für GLBTI* und für volle Selbstbestimmungsrechte für inter- und transsexuelle Menschen stark. Für uns gilt: 100 Prozent Gleichstellung – Wir kämpfen weiter!

Die zuständige Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat in ihrem Haus im Herbst 2014 erstmalig in einem Bundesministerium ein eigenes Fachreferat Gleichgeschlechtliche Lebensweisen/Geschlechtsidentität eingerichtet. Seit September 2014 koordiniert das BM FSFJ innerhalb der Bundesregierung die interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) Inter-/Transsexualität zur Verbesserung der Situation  inter- und transgeschlechtlicher Menschen. Unser Ziel ist: endlich volles Selbstbestimmungsrecht für Trans * und Inter* in Deutschland!

Zeit für Familie ist von vielen Seiten bedrängt. Schule, Beruf, Ehrenamt – alles will gleichzeitig unter einen Hut gebracht werden. Dabei unterstützen wir durch Elternzeit mit dem Recht auf Wiedereinstieg in den vorherigen Arbeitsstundenumfang. Pflegezeiten werden ermöglicht. Erziehungs- und Pflegezeiten dürfen sich nicht negativ auf Sozial- und Rentenleistungen auswirken.“

http://www.susann-ruethrich.de/?page_id=96

Kommentar GB:

Kein Wunder, dass die Familienpolitik „auf den Hund“ gekommen ist.

Und im zuständigen Bundestagsausschuß braucht gewiß niemand zu frieren.

Wenn in der SPD Familienpolitik von solchen Leuten gemacht wird, dann braucht man sich über nichts mehr zu wundern.

Vermutlich mit viel Steuergeld:

https://www.waldschloesschen.org/de/

und

https://www.waldschloesschen.org/de/dozent_innen.html