Merkel und die Flüchtlinge

Zurück in der Mädchenschublade

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Aus „Die kann es nicht“ ist, schlimmer, „Weiß sie, was sie tut?“ geworden.

Die Flüchtlingskrise bietet neue Gelegenheit zum Mutti-Bashing. Ein Kommentar.

Zum Artikel:

http://www.tagesspiegel.de/politik/merkel-und-die-fluechtlinge-zurueck-in-der-maedchenschublade/12366810.html

Kommentar GB:

Der Streit zwischen einem Linkspopulismus, der falsch argumentiert, und einem Rechtspopulismus, der ebenso falsch argumentiert, obwohl, punktuell betrachtet, die einen wie die anderen richtig argumentieren, dieser nutzlose und kräftezehrende Streit geht mir einfach nur auf die Nerven. Es geht nicht um „links“ oder „rechts“, sondern um richtig oder falsch, und zwar nicht qua nachdrücklicher Behauptung sondern qua Beweis.

Alle Argumente, die gut begründet und belegt werden können verdienen ernsthafte Diskussion, und zwar unabhängig davon, von wem sie stammen. Ebenso sind Entscheidungen richtig oder falsch, und sie sind der Situation angemessen oder unangemessen. Darum geht es, nur darum, und es geht nicht darum, wer sie getroffen hat. Ob nun Merkel, oder ob Winterkorn. Ob Mann oder Frau. Und so weiter und so fort …

Dass Merkel einen Fehler gemacht hat, das ist m. E. völlig klar. Die gesamte Regierung hat viel zu spät reagiert, nämlich erst dann, als ihr und uns von unseren willkommenen Neubürgern die Tür eingetreten wurde. Und die Kritik an Merkel – etwa jene von Herrn Friedrich / CSU –  ist eine Kritik an dieser Fehlentscheidung, die sie selbstverständlich zu verantworten hat. Nicht weniger und nicht mehr, Frau Dernbach.