Queer.de: Rechte Allianzen mobilisieren wieder gegen einen EU-Bericht

Von Norbert Blech

„Ein Report über die Lage von Mädchen enthält Empfehlungen zur Bildungspolitik – nun macht u.a. die „Initiative Familienschutz“ Front gegen den „Gender-Wahn“.“

„Die EU hat mal wieder „Gender“ gesagt und damit den Hass von fundamentalistischen Christen und ihren rechten Politiknetzwerken auf sich gezogen. Anlass ist diesmal ein Bericht der sozialistischen Abgeordneten Liliana Rodrigues über die „Stärkung von Mädchen durch Bildung in der Europäischen Union“ (Volltext), über den am nächsten Dienstag abgestimmt werden soll.

Der Bericht empfiehlt den Mitgliedsstaaten – unverbindlich! – zahlreiche Maßnahmen, um Mädchen zu stärken, darunter eine „altersgerechte und wissenschaftlich fundierte Sexualerziehung“ als „ein wesentliches Instrument zur Stärkung von Mädchen und Jungen“. Eine Teilnahme sollte für Schüler der Primar- und Sekundarstufe verpflichend sein.

In dem Bericht wird auch die Kommission aufgefordert, „Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität in Bildungseinrichtungen zu bekämpfen“. Die Komission solle „die Aufnahme objektiver Informationen zu LGBTI-Themen in die Lehrpläne“ fördern und das „Peer-Learning zwischen den Mitgliedstaaten bei der Bekämpfung des Mobbings und der Belästigung Homosexueller und Transsexueller“ erleichtern.“  –

Zum Artikel:

http://www.queer.de/detail.php?article_id=24537

und

https://frankfurter-erklaerung.de/2015/09/clip-ideologische-bildung-der-rodrigues-report/

Dass die Einlassung von Herrn Blech, „rechte Allianzen“ mobilisierten gegen einen EU-Bericht, weiter nichts als Blech ist, das ergibt sich bezüglich der seltsamen Vorstellung der blechernen Rechts-links-Rhetorik aus:

http://www.rolandtichy.de/kolumnen/bettina-roehl-direkt/gender-links-oder-rechts/

Homosexualität – bzw. genauer: Homoerotik – ist nicht links, nicht rechts; sie ist nichts außer eben: Homoerotik.

Alles weitere ist Blech und leere Rhetorik.

Zum anderen ist es sehr interessant, dass Herr Blech anscheinend anderen demokratische Rechte bestreitet.

So weiß man doch gleich, mit wem man es zu tun hat.