Sprachpolitik

Anatol Stefanowitsch

Asylanten, Flüchtlinge, Refegees und Vertriebene – eine Sprachkritik

Zum Artikel:

http://derstandard.at/2000022449906/Asylanten-Fluechtlinge-Refugees-und-Vertriebene-eineSprachkritik

Kommentar GB:

M. E. macht der Vorschlag Sinn, von Migranten zu sprechen, aber so schreibe ich bereits.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich brauche keinen Sprachvorschreiber.

Demnächst gibt´s dann womöglich EU-Richtlinien für das politisch korrekte Vokabular.

Und Roberto Blanco wird verhaftet, wenn er: „Ich bin ein Neger“ sagt. Und ich ebenso, wenn ich: „Ich bin ein Weißer“ sage.

Aber wenn dann die bunten Narren sagen: „Wir sind keine Narren“, dann werden sie nicht ins Hospital gebracht.

Leserkommentare, ebd.:
1)
“ Das Ziel dieser Sprachpolitik ist es, die Anzahl und das Bedeutungsspektrum der Wörter zu verringern, um die Kommunikation des Volkes in enge, kontrollierte Bahnen zu lenken.“
2)

„Geh Anatol – i mog echt nimmer. Was ham wir Österreicher immer mit der Begriffsfotzelei? In der Sozialarbeit wurden aus Behinderten in da Oabeit, Betreute, Gehinderte und dann eh wieder Behindert, weil di Leut selba gsogt ham „Oida, i bin behindert!!“.

Auslända san Auslända, Inlända Inlända – ohne Rum! Kane Migranten, Zuagraste, Fremde oder so.

Und ana der Asyl wü, is a Asylant.

I bin Gymnasiast und Studierta und als solches scho globt UND beschimpft worden!

Drah di um und geh ham…“