„Weltgrößte Überwachungsmaschine“ der Briten

„Neue Snowden-Dokumente zeigen angeblich, wie die GCHQ mithilfe von Programmen wie „Karma Police“ auf Basis von Milliarden Metadaten und Cookies die Spuren und Gewohnheiten von Online-Nutzern verfolgt und daraus umfangreiche Profile erstellt.

Dass der Geheimdienst GCHQ das Internet noch massiver ausschnüffelt als die NSA, gehörte mit zu den ersten Enthüllungen Edward Snowdens. Demnach hat sich die Spionagebehörde mit der Operation „Tempora“ Zugang zu zahlreichen transatlantischen Glasfaserkabeln verschafft und schöpft dort „Unmengen von Daten“ ab. Licht in das Dunkel, was das „Kommunikationshauptquartier“ der britischen Regierung mit den Informationen macht und wie es dabei detaillierte personenbezogene Profile von Internetnutzern erstellt, bringen jetzt 28 neue Snowden-Dokumente, die The Intercept veröffentlicht hat.

Alle Internetnutzer im Visier

Das darin umrissene ambitionierte Ziel: die Surfgewohnheiten „aller im Internet sichtbaren Nutzer“ aufzuzeichnen. Das GCHQ hat demnach einschlägige Operationen den Papieren nach vor rund sieben Jahren ohne öffentliche Debatte oder Kontrolle gestartet. Neben einer Datenbank für aufgerufene Webseiten gebe es weitere etwa für die Analyse von Chats, E-Mail, Internet-Telefonaten, SMS, Standortdaten und Interaktionen über soziale Netzwerke. Separate Systeme registrierten „verdächtige“ Suchen via Google im Netz und über den Kartendienst Maps.“  (…)

Zum Artikel:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Von-Webradio-zu-Pornoseiten-Weltgroesste-Ueberwachungsmaschine-der-Briten-2826716.html?wt_mc=nl.ho.2015-09-26