Ada Lovelace ist tot.

Von Hadmut Danisch

„Es wird zwar wie wild für Frauen in der Informatik getrommelt. Aber es wird nichts draus.

Ach, es verdichten sich gerade meine Link-Notizen und die Leser-Hinweise dazu, dass man viel feministische Energie da hineinsteckt, dass es mehr Frauen in der Informatik/IT geben solle.

An sich wäre das ja nicht schlecht, aber – wie immer, wenn man Feministinnen dran lässt – widerspricht es sich selbst und funktioniert nicht. Was mir nämlich immer wieder auffällt und mir von vielen verschiedenen Betrieben berichtet wird:

  • Die Firmen suchen IT-Fachkräfte im Allgemeinen (Farbe, Geschlecht, Herkunft, Größe, Gewicht völlig egal, Hauptsache kann was) und Frauen im Besonderen (bekommen sogar höhere Gehälter als Männer und Fangprämien werden gezahlt), aber finden keine.
  • Feministinnen beschweren sich permanent darüber, dass Frauen in der IT nicht eingestellt würden.

Passt ja offensichtlich nicht zusammen. Da kann ja was nicht stimmen.

Und ich habe den Eindruck, ich weiß, was nicht zusammenpasst:

Viele Firmen sagen, dass ihnen das Geschlecht zunächst mal egal ist, aber auf die Qualifikation Wert legen. Viele Feministinnen und solche Frauen, die durch feministisch kontaminierte Studiengänge gelaufen sind, sind dagegen der Meinung, dass die Qualifikation egal ist, und das Geschlecht genügen müsse. Quotendenken. Deshalb passt’s nicht zusammen.  (Hervorhebung: GB)

Einen zweiten Grund sehe ich aber im Traumprinzen-Syndrom. Wie hier schon oft beschrieben, finden viele Frauen keinen Mann mehr, weil sie auf den Traumprinzen, auf Mr. Perfect warten (und sich damit gnadenlos selbst überschätzen, denn Mr. Perfect hat 5 Top-Models mit außergewöhnlichen Sex-Fähigkeiten im Jahr, warum soll der sich mit Durchschnittware abgeben?), und keinen von denen nehmen, die sie bekommen könnten, weil nicht gut genug. Dabei werden sie alt und bekommen immer mehr jüngere, hübschere Konkurrenz, werden also immer chancenloser. Anstatt ihre Anforderungen aber drastisch zu senken, halten sie sie hoch und verteidigen sie eisern. Der Feminismus hat dafür gesorgt, dass an die Stelle des Ehemanns als lebenslangen Versorgers per Quote der Arbeitgeber gerückt ist. Und dasselbe Drama wiederholt sich: Man bietet ihnen Stellen an, und sie nehmen sie nicht (wurde mir schon aus mehreren Firmen berichtet), weil nicht gut genug für die Dame, weil nicht der perfekte Traumjob. Und so jammern sie und jammern sie, dass sie keinen Job bekommen, dabei liegt letztlich nur dasselbe Problem wie beim Traumprinzen vor: Sie überschätzen und überbewerten sich gnadenlos, glauben, dass nichts von dem, was sie bekommen können, gut genug für sie wäre, und bekommen am Ende gar nichts.

Die liegen da wie Dornröschen in der Burg, und beschweren sich darüber, dass der Traumprinz nicht vorbeikam um sie wachzuküssen. (Grüne Oger werden verschmäht.)

Einfach mal so schnöde Standardarbeit, einfach mal ranklotzen für irgendwas, scheint da nicht in das Konzept zu passen.“

Zum Artikel:

http://www.danisch.de/blog/2015/10/29/dornroschen-wartet-auf-den-prinzen-oder-ada-lovelace-ist-tot/