Gender Mainstreaming: Das vernachlässigte Geschlecht

Gender Mainstreaming ist Frauenpolitik im neuen Gewand – so lautet die Kritik an der staatlichen Gleichstellungspolitik. Immer mehr Männer wollen das nicht mehr still über sich ergehen lassen: In Deutschland artikuliert sich eine neue Männerbewegung.

von Susanne Kusicke

„Das Gender Mainstreaming ist in Verruf gekommen. Während immer mehr Frauen bezweifeln, dass die Strategie mit dem unübersetzbaren Namen ihnen bisher überhaupt einen Nutzen gebracht hat, kritisieren immer mehr Männer die Art, wie sie angewandt wird: als ein Verfahren, mit dem die Benachteiligung von Frauen beseitigt werden soll – nicht eines, um „Geschlechtergerechtigkeit“ für Männer und Frauen gleichermaßen herzustellen. „Gender Mainstreaming ist Frauenpolitik in neuem Gewand. Die Belange von Männern werden dabei systematisch vernachlässigt“, sagt Andreas Kraußer, der dem Verein „Manndat“ vorsteht und eine männerpolitische Internetseite betreibt.

Schon ein Blick in das Bundesgleichstellungsgesetz nährt diesen Verdacht: „Nach Maßgabe dieses Gesetzes werden Frauen gefördert, um bestehende Benachteiligungen abzubauen“, heißt es in Paragraph eins über die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Bundesverwaltung und in den Gerichten des Bundes. Paragraph 16 regelt die Wahl der Gleichstellungsbeauftragten: „Aus dem Kreis der weiblichen Beschäftigten (werden) eine Gleichstellungsbeauftragte und ihre Stellvertreterin … durch die weiblichen Beschäftigten“ bestellt. Nur Frauen dürfen also für die Gleichstellung sorgen.“  –

Zum Artikel:

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/neue-maennerbewegung-kritik-an-gender-mainstreaming-13858239.html

Kommentar GB:

Die Fakten zeigen, dass nicht nur von dem vernachlässigten Geschlecht zu sprechen ist, sondern von dem planmäßig und systematisch diskriminierten Geschlecht: das ist die Leistung des Staatsfeminismus und seiner Lakaien.