Huonder weiter unter Druck

„LGBT-Aktivisten wollen gegen die Einstellung des Verfahrens gegen Vitus Huonder kämpfen – und zeigen sich erbost über Vorwürfe der katholischen Kirche.“

„Die schweizerische LGBT-Organisation Pink Cross hat am Montag Beschwerde gegen die Einstellung eines Strafverfahrens gegen Bischof Vitus Huonder eingelegt. Die Staatsanwaltschaft Graubünden hatte vergangene Woche erklärt, dass die Aussagen des 73-jährigen Geistlichen zur Todesstrafe für Homosexuelle „nicht die für die Tatbestandserfüllung geforderte Eindringlichkeit und Eindeutigkeit aufwiesen“ (queer.de berichtete). In den Ermittlungen ging es um Artikel 259 des Schweizerischen Strafgesetzbuch, der die „öffentliche Aufforderung zu Verbrechen oder zur Gewalttätigkeit“ unter Strafe stellt.

Der Bischof von Chur hatte am 31. Juli bei einem Kongress in Fulda ausgiebig aus dem Alten Testament zitiert, darunter Levitikus 20,13: „Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen. Beide werden mit dem Tod bestraft. Ihr Blut soll auf sie kommen.“ Diese Stellen zeigten die „göttliche Ordnung“, die für den „Umgang mit der Sexualität gilt“, so Huonder damals. „In unserem Fall geht es um die gleichgeschlechtliche Praxis. Die beiden Stellen allein würden genügen, um der Frage der Homosexualität aus der Sicht des Glaubens die rechte Wende zu geben.“ “

Zum Artikel:

http://www.queer.de/detail.php?article_id=24809

Kommentar GB:

Ich kannte diese Bibelstellen noch gar nicht. Man lernt eben nie aus.