Yasmin Fahimi im Interview

Das Interview führten Norbert Holst und Katharina Elsner.

Zur Person: Yasmin Fahimi ist seit 2014 Generalsekretärin der SPD.

Zuvor war sie geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE).

Im Interview spricht sie über die Bedrohung durch Pegida, Hass-Emails, Wohnungsbau und erste Anzeichen einer Kanzlerindämmerung.

Auszug:

„Wie soll es nun weitergehen?

Wir brauchen eine Politik, die alle Menschen mitnimmt. Wir brauchen ein Jahrzehnt der Integration und der Chancengleichheit für alle. Möglichst viele Flüchtlinge müssen schnell in den Arbeitsmarkt integriert werden. Wir müssen massiv in Erzieher, Lehrer und Sozialpädagogen investieren, um die Bildung und Ausbildung – und das sage ich ausdrücklich – aller Kinder in diesem Land sicherzustellen. Und wir brauchen ein großes Wohnungsbauprogramm insbesondere für die Ballungsräume. Das sollte nicht allein auf den sozialen Wohnungsbau zielen. Wir brauchen auch ein Förderprogramm für den privaten Wohnungsbau in Höhe von mehreren Milliarden Euro. Von einer Entlastung des Marktes müssen auch Familien profitieren können, die jetzt schon Probleme haben, bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Aber in Deutschland entstehen neue Wohnungen ja nicht mal eben in ein paar Monaten. Hier in Bremen zum Beispiel sind Neubauviertel ohnehin ein strittiges Thema.

Es muss Schnellbauten als Übergangslösung geben mit niederschwelligen Bauauflagen, damit Flüchtlinge nicht eins zu eins auf den bestehenden Wohnungsmarkt drängen. Wir dürfen jetzt nicht kleckern, wir müssen klotzen. In den Ballungszentren müssen in den nächsten zwei bis fünf Jahren massiv Wohnungen gebaut werden.“ (…)

Zum Interview:

http://www.weser-kurier.de/deutschland-welt_artikel,-Pegida-ist-eine-radikalisierte-Minderheit-_arid,1235126.html