Der moderne Mann ist ein Fabelwesen

Was will die moderne Frau?
Offenbar, dass im Spannungsverhältnis der Geschlechter im Grunde alles so bleibt, wie es ist, nur mit mehr Möglichkeiten der Selbstentfaltung für sich.
Kolumne von Milosz Matuschek, 13.11.2015
Milosz Matuschek ist Jurist und Publizist. In Kürze erscheint sein neues Buch «Mannko. Liebeserklärung an ein Mängelwesen».
„Es ist das jeweils andere Geschlecht, das in der Rollenfrage die Hosen anhat. Wer sich fragt, warum der moderne Mann heute immer noch in Scharen eher seinen Bizeps stählt, als sich in der Kunst des romantischen Minnesangs zu üben, sich eher für schnelle Autos, Häuser und die Karriere interessiert als für Baby-Yoga, der braucht nur eins und eins zusammenzuzählen: weil es für derartige «Gedöns-Tätigkeiten» bei der modernen Frau eben immer noch keinen Blumentopf zu gewinnen gibt. Der Mann steht im Bannstrahl des immergleichen, uralten Reiz-Reaktions-Schemas. Er orientiert sich daran, was bei Frauen Erfolg verspricht. Männer sind auf Belohnungen konditioniert und nicht auf virtuelles Punktesammeln im Wettbewerb um das politisch korrekteste Verhalten. Auch wenn in Talkshows gerne ein anderes Bild bemüht wird: Der Grübler mit Bart und Schwabbelbauch hat es gegenüber dem «Mann, der weiss, was er will», und das auch sagt, eher das Nachsehen.“
Zum Artikel:

http://www.nzz.ch/meinung/kolumnen/der-moderne-mann-ist-ein-fabelwesen-1.18645633

Kommentar GB:

Man lese zu diesem Thema die beiden Märchen „Der Fischer und seine Frau“ und die „Prinzessin auf der Erbse“ sowie Freuds Schriften über die Hysterie, die Schriften von Judith Butler und die sprachpolitischen Empfehlungen von Antje Hornscheid / HU Berlin.

Daraus ergibt sich die Antwort auf die oben gestellte Frage, was denn die moderne Frau will.