Ein Beitrag zur Kritik der Gefühlslinken

Reden über Flüchtlinge: Winnetou lebt links

von Martin Praska

Was ist nur mit diesen Linken los?

Haben sie Karl Marx durch Karl May ersetzt?

Darauf könnte man beinahe kommen, wenn man die öffentliche Debatte über die aktuelle Flüchtlingskrise beobachtet.

Zum Artikel:

http://derstandard.at/2000024823203/Reden-ueber-Fluechtlinge-Winnetou-lebt-links

http://le-bohemien.net/2015/01/09/immigration-aufklaerung-statt-diffamierung/

http://le-bohemien.net/2015/10/20/politischen-philosophie-marxismus/

Kommentar GB

Was objektiv keine linke Politik ist, das ist leicht benannt und begründet.

Erstens ist feministische Politik objektiv keine linke Politik, weil sie bewusst und planmäßig diskriminierend wirkt und nachweisbar nicht-humanistisch ist.

Zweitens ist eine homophile Politik objektiv keine linke Politik, weil das homoerotische Verhalten unpolitisch ist, denn Homoerotik ist Homoerotik und nichts weiter als eben das. Es gibt keinerlei politischen Grund, diese zu fördern.

Drittens ist eine islamophile Politik objektiv keine linke Politik, weil eine radikale Religionskritik linke Politik geradezu konstituiert. Eine linke Politik kann daher unmöglich islamophil sein.

Objektiv nicht links ist es ebenso, unter Verzicht irgendwelcher tragfähiger Analysen gefühlslinkes Geschwätz – vom Sexismus bis zum Rassismus – abzusondern und Andersdenkende zu diffamieren, weil man selbst nicht fähig ist, in der Sache selbst belastbare Argumente zu benennen.

Die Betonung liegt hier auf dem Wort objektiv. Denn subjektiv bilden sich die Gefühlslinken ein, sie seien links und „gut“, auch wenn sie nicht wissen, warum eigentlich. Dass sie sich diesen Irrtum massenhaft teilen, das eben verstärkt diese Verblendung.

Die gegenwärtig einflußreiche parteiübergreifende Gefühlslinke stellt eine intellektuell retardierte Form der Linken dar. Sie hörte auf, die politische Linke zu sein, seit sie den Übergang zur antiintellektuellen Gefühlslinken vollzog, die heutzutage den herrschenden Diskurs bestimmt: und dieser Diskurs, was man wissen könnte, ist der Diskurs der Herrschenden.