EKD: Die ratlosen Schwärmer

Günter Buchholz

Religionen sind alte institutionalisierte Irrationalismen. Sie sind von der Kritik bereits im 19. Jahrhundert überwunden worden. Sie bestehen aber weiter, weil sie im anhaltenden menschlichen Leiden wurzeln, zum einem (a) in dem, welches abgeschafft werden kann, zum anderen, (b) in dem, welches nicht abgeschafft werden kann. Letzteres vor allem hält das religiöse Bedürfnis noch wach. Für die Kirchen als Institution entsteht dadurch ein Bestandsproblem.

Also beginnen die Kirchen, hier besonders die EKD, dem Zeitgeist hinterherzulaufen, auch wenn der erkennbar den bunten Rock trägt:

https://www.ekd.de/gesellschaft/pm58_2014_geschlechterfragen_sind_zukunftsfragen.html

und

http://www.queer.de/detail.php?article_id=25007

Oder wenn in einer Kombination maximaler Unkenntnis und Naivität der Islam gefördert wird – ausgerechnet der Islam!:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article148595108/Protestanten-wollen-Verbindendes-mit-Muslimen-suchen.html

Die EKD beschränkt sich – falsch – auf Gesinnungsethik, anstatt Verantwortungs- und Folgenethik einzubeziehen, wie es angemessen und dringend notwendig wäre. Auch die Überprüfung des Verhältnisses zur praktischen Vernunft wäre dringend anzuraten, aber:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article148665981/EKD-bleibt-in-der-Fluechtlingskrise-unbelehrbar.html

Auch linkspopulistische Polemik gegen rechtspopulistische Politik ist beliebt:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article148737053/Mehr-frohe-Botschaft-weniger-Gremiengeschwafel.html

was dann leicht ironisch erwidert wird:

http://www.freiewelt.net/blog/offener-brief-an-ekd-ratsvorsitzenden-bedford-strohm-10064319/

Wenn die EKD so weitermacht, wird es wohl, ähnlich wie bei der SPD, weiter abwärts gehen:

http://sciencefiles.org/2015/11/11/goodbye-luther-evangelische-kirche-sucht-neuen-reformator/