Hirschfeld-Stiftung verteilt Viertelmillion in vier Jahren

„Seit ihrer Gründung 2011 hat die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld 70 externe Projekte mit einem Gesamtvolumen von 247.558,92 Euro gefördert.

Geldsegen für die queere Community: Seit ihrer Gründung am 27. Oktober 2011 hat die auf Druck der FDP noch von der schwarz-gelben Bundesregierung errichtete Bundesstiftung Magnus Hirschfeld 70 externe Bildungs- und Forschungsprojekte gefördert. Dabei wurde ein Gesamtvolumen von bisher 247.558,92 Euro vom Kuratorium genehmigt, heißt es im jüngsten Newsletter der Stiftung.

In diesem Jahr wurde mit bislang 72.091,53 Euro eine neue Rekordsumme bewilligt. Zu den geförderten Projekten gehört etwa die Tagung „Schwul-lesbische Lebenswelten an Rhein und Emscher im 20. Jahrhundert“, das Trans*-Mentoringprogramm des Berliner Sonntags-Clubs, der Nachdruck des Katalogs „Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen“, ein Dokufilm über die Kölner Rheintöchter und die Broschüre „Coming-out – und dann?“ des Deutschen Jugendinstituts.

Die 11,75 Millionen Eigenkapital sind fest angelegt

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld war 2011 mit einem Kapital von zehn Millionen Euro ausgestattet worden, um die gesellschaftliche Lebenswelt von LGBT zu erforschen, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu fördern, Diskriminierung entgegenzutreten und die Erinnerung an die Nazi-Verbrechen an Homosexuellen sowie an das Werk des Namensgebers, des Sexualwissenschaftlers Magnus Hirschfeld, wachzuhalten (queer.de berichtete). Im vergangenen Jahr stockte die Große Koalition den Betrag um 1,75 Millionen Euro auf (queer.de berichtete). Die Projekte und die Stiftung selbst werden u.a. aus den Zinserlösen finanziert.

Mit dem „Archiv der anderen Erinnerungen“, das Video-Interviews mit Zeitzeugen führt, dem Bildungs- und Forschungsprojekt „Fußball für Vielfalt“ sowie Forschungs- und Vermittlungsprojekten („Public History“) zusammen mit dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin (IfZ), Universitäten und Einrichtungen der Länder setzt die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld eigene Schwerpunkte. “  –  Zum Artikel:
http://www.queer.de/detail.php?article_id=24987