Krieg der Köpfe

24. Nov 2015  –  von  Nils Pickert

„Wenn Frauen heutzutage damit auf sich aufmerksam machen, dass sie feministische Positionen vertreten, dann können sie was erleben. Die Übergriffigkeit und Gewalt, mit der antifeministisch positionierte Menschen gegen sie vorgehen, ist gewiss kein neues Phänomen, hat aber an Wucht und Härte deutlich zu genommen. Und das hat Gründe.

Denn dass Feminismus gekommen ist, um zu bleiben, macht er sehr deutlich. Spätestens seit dem #aufschrei 2013 werden feministische Fragestellungen und Probleme konstanter und sichtbarer verhandelt. Ob es um die Prostitutionsdebatte, sexistische Werbung oder die übergriffigen Normen, die an Schwangere angelegt werden, geht: Der obligatorische antifeministische Backlash schafft es nicht mehr so recht, die momentane feministische Bewegung zum Abebben zu bringen. Bislang hat das noch immer funktioniert. Personen diskreditieren, um sie verstummen zu lassen, das Thema aus den Medien zerren und warten, bis sich die Situation beruhigt hat. Aber inzwischen existiert gerade in den sozialen Medien eine Gegenöffentlichkeit, die nicht dadurch zum Schweigen zu bringen ist, dass sie es einmal nicht in die Printmedien schafft. Mittlerweile gibt es echte Alternativen. Plattformen, Räume und Kontexte, in denen es möglich ist, Dinge zu verhandeln, die zuvor als statisch und unzugänglich erschienen. Nicht irgendwann oder in zehn Jahren, sondern jetzt.

Genau diese Dringlichkeit führt allerdings dazu, dass sich auch die Gegenseite bemüßigt fühlt, ständige Präsenz zu zeigen. Und das bedeutet nichts anderes als einen anhaltenden, zermürbenden Stellungskrieg.“

Zum Artikel:

http://www.gwi-boell.de/de/2015/11/24/krieg-der-koepfe

Kommentar GB:
Nils Pickert hat natürlich wie jeder andere das Recht, sich öffentlich zu blamieren:
„Hihi, mehr als zwei Geschlechter, wir lachen uns schief.“
So ist es, und das völlig zu Recht, Herr Pickert. Es mag ja sein, dass sich dieser seit Adam & Eva gut bekannte Sachverhalt in der Offenen Anstalt Berlin noch nicht herumgesprochen hat, weil dort noch der Schwanz mit dem Hund wedelt, aber warten Sie ab, das wird sich noch ändern.
Was aber wird dann aus den Pudeln, was aus den Kastraten, was aus den anderen Nutznießern, die es sich jetzt gut gehen lassen?