Berliner Republik: Merkel zur Flüchtlingspolitik

Die wichtigste Frage hat sie wieder nicht beantwortet

Von Alexander Marguier

„Das dürfte Angela Merkels wichtigste Rede gewesen sein – die wichtigste dieses Jahres, vielleicht sogar die wichtigste ihrer politischen Karriere.“

„Denn der Auftritt der Bundeskanzlerin beim Parteitag der CDU in Karlsruhe geschah zu einem Zeitpunkt, in dem sich die Geschichte wie unter einem Brennglas verdichtet: Terror, Krieg, zerfallende Staaten, Massenmigration, Radikalisierung auch in Europa. Insofern war es durchaus richtig, wenn Merkel in Anlehnung an Wolfgang Schäuble darauf aufmerksam machte, dass Deutschland mit den derzeitigen Flüchtlingsströmen nun auch einmal die Schattenseiten der Globalisierung erleben müsse. Die Bundesrepublik ist vor dem Hintergrund dieser Massenbewegung so tief gespalten wie nie, der gesellschaftliche Zusammenhalt droht verloren zu gehen. Es geht deshalb nicht nur um die politische Zukunft der Bundeskanzlerin, es geht um die Zukunft des Landes.

Eines Landes übrigens, das seit einigen Tagen wieder im Krieg steht. Im Krieg mit dem sogenannten Islamischen Staat, einer Terrororganisation mit Macht- und Gebietsansprüchen. Es ist noch dazu ein Krieg ganz neuer Art und Güte, auf den sich die Bundesrepublik da durch äußeren Druck eingelassen hat. Und was hat die Bundeskanzlerin uns, was hat sie ihrer Partei dazu zu sagen? Nichts.“  (…)

„Zum Beispiel, als sie sich an die Skeptiker ihrer Flüchtlingspolitik wandte. Deren Motiv, so Merkel, sei die Angst vor Veränderung. Und die Angst davor, Deutschland werde sich wegen des Zustroms Hunderttausender Menschen aus dem muslimischen Kulturkreis womöglich grundlegend verändern. Stimmt, diese Tatsache treibt den einen oder anderen Deutschen dieser Tage um. Was also hat die Kanzlerin dem entgegenzusetzen? Die Antwort: nichts.“  (…)

(Hervorhebung: GB)   –   Zum Artikel:

http://www.cicero.de/berliner-republik/cdu-bundesparteitag-rede-angela-merkel-wichtigste-frage-hat-sie-wieder-nicht-beantwortet/60246

Kommentar GB:

Eine Immigration in diesem Umfang, in dieser Art und Weise und in dieser Zusammensetzung liegt m. E. nicht im Interesse der Bevölkerung.