Das gespaltene Asylrecht

„Dass Grenzen asylrechts-und verfassungswidrig wären, ist ein großer Bluff.

„Vielleicht hätte die Überschrift dieses Artikels lieber heißen sollen: Die gespaltene Verfassung. Jedenfalls steht das deutsche Grundgesetz auf der Abschussliste und es bröckelt langsam. Das Verfassungssiechtum ist allgegenwärtig. Schuld an dieser Tatsache tragen alle: Die Täter wie die Mitläufer und die Erdulder.

Das große Schweigertum der Bundesrepublikaner, die mehrheitlich weit weniger zuversichtlich oder gar zukunftseuphorisch sind, als sie tun und übrigens auch als sie im Bund und in den Ländern wählen, wirkt Gemeinwesen und eben auch Verfassung zerstörend. Der große Schweigertum ist Feigheit. Mit dieser Feigheit operiert die Groko unkontrolliert und unkontrollierbar – de facto auch frei von irgendeiner Willensbildung des Parlamentes. Unterhalb der „großen“ Politik werkelt und wirkt eine Asylindustrie in einer Mischung zwischen reiner Geschäftemacherei in verderbtester Form und glühendem Idealismus in allen Schattierungen. Klar, wer an der “Flüchtlingskrise”, ein Name, der erst mühsam für die tatsächlich stattfindende Einwanderung gefunden wurde, verdienen kann oder sich gar eine goldene Nase bereits verdient, der ist für unbegrenzte Einwanderung und für grenzenloses Asyl.“

Zum Artikel:

http://www.rolandtichy.de/kolumnen/bettina-roehl-direkt/das-gespaltene-asylrecht/

„Ab und zu lässt die Merkel-Regierung die Katze aus dem Sack, indem sie behauptet, Deutschland bräuchte aus ökonomischen Gründen Einwanderung, ohne zu qualifizieren, dass es Einwanderung gibt, die ökonomisch betrachtet kontraproduktiv wirkt und dass es Einwanderung gibt, die produktiv wirkt.

Einwanderung ist auch nicht gleich Einwanderung. Diese einfache Tatsache nivelliert die Bundesregierung ins Nichts. Es macht einen sehr großen Unterschied, ob ein einzelner Ausländer einwandert oder ob gleichsam geschlossene Teile anderer Länder, geschlossene Bevölkerungsgruppen gemeinsam oder sich hier zu Gemeinschaften zusammen schließend einwandern. Menschen, die in die berühmten Parallelgesellschaften geraten, machen Integration sehr viel schwerer als Menschen, die eben nicht in Parallelgesellschaften leben.

Es gibt das reale Phänomen, dass sich Einwanderer, einmal hier angekommen, sogar besonders von dem abgrenzen, was die “aufnehmende Gesellschaft” genannt wird, auch so eine Blödsinnsvokabel: Deutschland ist schon lange nicht mehr die homogene Gesellschaft, die überhaupt zu irgendeinem gesellschaftlichen Aufnahmekonsens in der Lage wäre.“

http://www.rolandtichy.de/kolumnen/bettina-roehl-direkt/das-gespaltene-asylrecht/2/