Gender Studies finden: Frauen veröffentlichen weniger und werden weniger zitiert

(…) Für den Report, der im Wissenschaftsverlag Elsevier erscheint, werteten die beteiligten Forscher mit Hilfe einer Datenbank nach eigenen Angaben unter anderem fast 709 000 veröffentlichte Dokumente von mehr als 405 500 Forschern aus. Um zu erheben, wie häufig aus ihren Texten zitiert wurde, wurde demnach ein Zeitfenster von fünf Jahren ab der Veröffentlichung betrachtet. Grundlage dazu war der sogenannte „field-weighted citation impact (FWCI)“, der die Zahl der Zitierungen eines Artikels denen vergleichbarer Texte – etwa mit dem gleichen Erscheinungsjahr oder Forschungsfeld – gegenüberstellt.

Das Ergebnis: Publikationen von Frauen wurden seltener zitiert als die von Männern. Im Zeitraum von 2010 bis 2014 lag der durchschnittliche FWCI von weiblichen Forschern demnach mit einem Wert von 1,68 etwas unter dem der männlichen mit 1,75.

Prof. Martina Schraudner, Leiterin des Fachgebiets Gender und Diveritsy-Aspekte an der Technischen Universität Berlin, hält dafür verschiedene Gründe für möglich. Bestehende Seilschaften zwischen männlichen Wissenschaftlern seien nur eine denkbare Erklärung. Hinzu komme, dass sich Frauen in Fächern mit ähnlich hohem Männeranteil tendenziell eher mit neueren, unbekannteren Themenbereichen befassten. (…)

Zum Artikel:

http://www.haz.de/Ratgeber/Studium-Beruf/Hochschule/Studie-Frauen-in-der-Forschung-oft-noch-im-Nachteil

Kommentar GB:

  1. Mehr Fleiß und Bemühung schaden nicht. Einfach mehr schreiben!
  2. Es sollte bei der Auswahl der Forschungsfragen auf wissenschaftliche und ggf. auf gesellschaftliche Relevanz geachtet werden. Irrelevanz führt zur Nichtbeachtung, und zwar zu Recht.
  3. Nicht zu unterschätzen ist die Bedeutung der Qualität der Forschungsarbeit. Mist wird nicht zitiert.

Die Genderistinnen meinen offenbar, dass das, was ihnen subjektiv einleuchten mag, das müsse für die Wissenschaft das Maß der Dinge sein. Dem ist aber nicht so, ganz und gar nicht. Die ganze Tonart des Artikels hat den Unterton eines Beleidigtseins, das an die „Prinzessin auf der Erbse“ erinnert.

Es wird eben nicht verstanden, dass es um Leistung geht, und was Leistung in der Wissenschaft eigentlich ist. Zusammengeschusterte Statistiken, die dann aus ideologischem Blickwinkel interpretiert werden sind jedenfalls keine relevante Leistung, sondern landen in der runden Ablage: Das Eckige muß ins Runde.