Was CDU und SPD trennt

Von Ulrich Horn

„Wie oft wurde Merkels Absturz vorhergesagt? Zum ersten Mal vor ihrer ersten Wahl zur CDU-Chefin auf dem Parteitag 2000 in Essen. Danach immer wieder, manchmal mehrmals pro Jahr. Und obwohl sich die Prophezeiungen stets als falsch erwiesen, wurden sie erneuert – mit dem gleichen Resultat, von den gleichen Propheten. Obwohl sie sich ständig täuschen, fragen sie nicht, warum.

Merkel kann sich in der CDU auf ein solides Fundament stützen. Die Frauenunion und einige Bezirke und Landesverbände bilden den Kern ihrer Machtbasis. Sie verschafft ihr auf Parteitagen eine stabile Mehrheit. Sie ist in der Lage, Kontrahenten im Zaum zu halten und notfalls abzustrafen.

Hinzu kommt: Anders als der Koalitionspartner SPD, der seine ideologischen Differenzen pflegt und gerne auf Parteitagen zur Schau stellt und austrägt, agiert die CDU machtbewusst. Sie regelt ihre Differenzen vor Parteitagen mit dem Ziel, vor deren Beginn Kompromisse zu schließen. Der Parteitag dient der CDU dann dazu, die Kompromisse zu präsentieren. Mit diesem Verfahren hält die CDU Schaden von ihrer Führungsspitze fern. Merkel überstand den jüngsten CDU-Parteitag gestärkt. Dagegen sind in der SPD die Usancen darauf angelegt, es auf Parteitagen und in der Führungsspitze krachen zu lassen. Es wird ausgeteilt und heimgezahlt. Auf dem jüngsten Parteitag agierte die SPD besonders destruktiv. Sie beschädigte Gabriel mit dem miesen Wahlergebnis von knapp 75 Prozent. Obendrein stattete sie seine blassen Stellvertreter/innen mit unverdient hohen Wahlresultaten von mehr als 90 Prozent aus. Wohl nur, damit Gabriels Demontage auch für den Allerletzten sichtbar wurde. Wie will eine solche Partei Vertrauen gewinnen?“  (Hervorhebung: GB)

Quelle:http://post-von-horn.de/2015/12/15/was-cdu-und-spd-trennt/?utm_source=Neolox+Mailings&utm_medium=email&utm_campaign=Nebenbei%3A+Parteitage+spiegeln+den+Charakter+der+Koalitionsparteien+&utm_content=Mailing_9694695

und

„Die CDU hat jeden Widerstand gegen die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel aufgegeben. Das ist nicht erstaunlich: Abweichler haben in der Partei Merkels mit schweren Nachteilen zu rechnen, wie das Bespiel eines aufrechten Abgeordneten zeigt.“

Zum Artikel:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/14/cdu-wagt-keinen-widerspruch-tosender-applaus-fuer-merkel/