Wie deutsch muss der Islam hier sein?

Ein Streitgespräch zwischen dem Grünen Cem Özdemir und Aiman Mazyek, dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime.

taz.am wochenende:

„Cem Özdemir bekam beim Grünen-Parteitag Ende November viel Applaus für den Satz, dass kein heiliges Buch über der Verfassung stehe. Herr Mazyek, steht für Sie der Koran über dem Grundgesetz?

Aiman Mazyek:

Zum einen ist für mich die Demokratie die

gegenwärtig  (Hervorhebung: GB)

beste Staatsform.

Zum anderen sind das zwei verschiedene Dinge: Das eine ist unsere Verfassung, und das andere ist ein heiliges Buch, wie die Thora und das Evangelium es auch sind. Das ist, wie Äpfel und Birnen zu vergleichen. Ich dachte, wir wären schon weiter. Da schwingt das gleiche Vorurteil mit wie in dem Gerede der CDU-Politikerin Julia Klöckner von einem Bekenntnis, wonach die Scharia nicht über dem Grundgesetz stehen dürfe. Das suggeriert: Die Muslime sind alle eine Art fünfte Kolonne, eine subversive Gruppe. Das ist fatal. Sie schlagen da ja eine ähnliche Rhetorik an, Herr Özdemir.“ (…)

Das Interview  führte Daniel Bax.

http://www.taz.de/Streitgespraech-ueber-Glauben/!5259088/

Kommentar GB:

Wie in einer Nußschale scheint hier in einer einzigen Antwort auf, was verborgen bleiben soll, solange, bis die Zeit reif sein wird. Lesenswert ist in diesem Zusammenhang auch.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article150326732/Islamfeindliche-Straftaten-gesondert-erfassen.html

Kritik am Islam dürfte schwierig oder unmöglich werden, wenn sich solche Vorstellungen durchsetzen sollten.